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Gegenüber der Sonnenhang-Siedlung darf ein Edeka-Markt am Ortseingang von Petershausen gebaut werden.

Grünes Licht vom Gemeinderat

Edeka darf umziehen

Petershausen - Sobald die Nachfolge für den bisherigen Standort in trockenen Tüchern ist, darf Edeka in Petershausen umsiedeln. Der Gemeinderat gab jetzt grünes Licht für den Bau am Ortseingang an der Jetzendorfer Straße.

Der geplante Umzug von Edeka an den Ortseingang an der Jetzendorfer Straße (wir haben berichtet) war auch bei dem Bebauungsplanverfahren im Petershausener Gemeinderat vor allem wegen der noch offenen Nachfolgelösung heftig umstritten. Mit zwölf gegen sechs Stimmen wurde der Bebauungsplan „Sondergebiet Mitterfeld IV“ verabschiedet.

Schon seit 1994 existierte ein Beschluss für dieses Areal, worauf ein großes Wohngebiet entstehen sollte. Damit jetzt der Vollsortimenter Edeka dort ansiedeln kann, stimmten die Räte mehrheitlich dafür, dass der alte Bebauungsbeschluss aufgehoben und der Flächennutzungsplan geändert wird.

Laut Architekt Peter Höldrich plant Edeka auf dem rund 7800 Quadratmeter großen Gelände einen Supermarkt mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche, einen Getränkemarkt mit 400 Quadratmetern und eine Bäckerei mit einem kleinen Cafe. Außerdem sind etwa 100 Parkplätze vorgesehen. Für eine gute Verkehrsanbindung soll an der Kreuzung zum Bahnhof ein Kreisel entstehen.

Wie Bürgermeister Marcel Fath erklärt, werde der Markt größer sein als jener bei der Raiffeisenbank. Dazu müsste der Sonnenhang in eine Sackgasse umgewandelt werden. Bei dem Bau des Supermarktes werde außerdem darauf geachtet, dass die bestehende und die geplante weitere Wohnbebauung keine Beeinträchtigung durch Verkehrslärm bekommt. „Das ist eine Voraussetzung für Edeka“, so Marcel Fath.

Mit dem Vorhaben können sich vor allem die CSU-Gemeinderäte nicht anfreunden. So gefällt es Gerhard Weber nicht, dass dann direkt am Ortseingang Parkplätze wären: „Das ist ein super Ortsbild.“ Ein Baulandmodell für gewerbliche Nutzung fordert Albert Kirmair vor dem Verfahren. Ein Baulandmodell gibt es laut Fath in Petershausen bisher nur für Wohnbebauung. Für Gewerbeflächen müssten die Gemeinderäte erst noch darüber beraten.

Für Josef Gerer ist der Aufstellungsbeschluss verfrüht, da die Nachfolge am jetzigen Standort von Edeka mit Penny noch nicht juristisch geklärt sei. Eine Genehmigung für Edeka werde erst erteilt, wenn eine schriftliche Zusage von Penny vorliegt, sicherte der Bürgermeister zu. Trotzdem blieben fünf CSU-Räte und Inge Dinauer (FW) bei ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem Bebauungsplan für den Edeka.

ch

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