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Von „Kumba Yah“ bis „Game of Thrones“: Die Edelweißkapelle zeigte einmal mehr, wie vie lseitig sie ist.

Ohrwürmer fürs Publikum

Edelweißkapelle Einsbach weicht für ihr Kirchenkonzert nach Odelzhausen aus

Klangvolle Melodien, flotte Rhythmen, zackige Fanfaren und vieles mehr gab es beim Kirchenkonzert der Edelweißkapelle Einsbach zu hören. Es war eine Premiere: Die Veranstaltung fand zum ersten Mal in der Kirche St. Benedikt in der Nachbargemeinde Odelzhausen statt.

Einsbach/Odelzhausen –  „Das liegt daran, dass wir inzwischen schon so viele Musiker sind, dass in den beiden Kirchen in Einsbach der Platz nicht ausgereicht hätte“, erklärte Sprecherin Kathrin Grau den Konzertbesuchern.

Tatsächlich spielten beim Konzert 31 Musiker mit, darunter auch mehrere Nachwuchsmusiker, die erst seit Kurzem bei der Edelweißkapelle dabei sind.

Unter der Leitung von Dirigentin Evi Probst hatte das Orchester ein buntes Programm vorbereitet, das sich nicht auf Kirchenlieder beschränkte. Los ging es aber gleich mit einem der bekanntesten Kirchenlieder: Eine gefühlvolle Interpretation von „Amazing Grace“ sorgte für Gänsehautgefühl. Eine ganz andere Art von sakraler Musik gab es später noch einmal: Bei „Spiritual Moments“ von Dizzy Stratford waren bekannte Spirituals wie „Deep River“ oder „Kumba Yah“ in einer schmissigen Bläserversion zu hören. Passend zum Marienmonat Mai hatten die Musiker zudem einige Marienstücke vorbereitet – sowohl in großer als auch in kleiner Klarinetten-Besetzung: Das Klarinettenquartett der Edelweißkapelle bestehend aus Anita Haas, Maria Oberacher, Claudia Schuri sowie Evi Probst an der Bassklarinette spielte zwei Marienlieder, die vom Stil her an Volksweisen angelehnt waren.

Daneben kamen auch klassische und modernere Stücke nicht zu kurz. Bei der Titelmelodie der Erfolgsserie „Game of Thrones“ brachten die Musiker den Thronkampf um die Königreiche von Westeros nach Odelzhausen, bei dem Stück „Cloud(iu)s- der Wolkenmann“ von Thiemo Kraas wüteten musikalische Stürme und Regenschauer fielen herab, bevor am Schluss endlich die Sonne wieder aufging.

Ein besonderer Höhepunkt im Konzert war ein Medley aus Kompositionen von Giuseppe Verdi. Ganze zwölf Minuten dauerte das Stück. Weil jedoch immer wieder Melodien aus unterschiedlichen Werken erklangen, war es dennoch sehr abwechslungsreich. „Sie werden sofort viele Melodien erkennen“, hatte Moderatorin Kathrin Grau vorab dem Publikum versprochen. Tatsächlich war nicht nur bei den Verdi-Klassikern wie dem „Aida“, dem „Trinklied“ von „La Traviata“ oder dem Sklavenchor „Nabucco“ der Widererkennungswert hoch. Viele weitere Melodien kennt man aus der Werbung - mit der guten Akustik der Odelzhauser Kirche klangen sie gleich viel voller und eindrucksvoller.

Nachdem sich die Musiker am Ende des Abends mit einem Abendlied vom Publikum verabschiedet hatten, hatten viele Zuschauer so einige Ohrwürmer im Kopf.

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