+
Da soll der neue Spielplatz hin: Die Initiatoren Thomas Lampl, Chris Wüst, Martina Herweg, Marco Witt und Michael Müller (von links) wollen am westlichen Ortsrand von Egenburg ihr außergewöhnliches Projekt verwirklichen.

Spielplatzbau in Eigenregie

Egenburger Familien wollen anpacken

Egenburg - Sechs Egenburger Familien stellen sich einer außergewöhnlichen Herausforderung: Sie wollen für die Dorfgemeinschaft einen Kinderspielplatz errichten – komplett in Eigenregie.

Vor einiger Zeit hatten die sechs Egenburger Familien Lampl, Wüst, Herweg, Witt, Müller und Pitzl eine außergewöhnliche Idee: einen neuen Spielplatz für ihren Ortsteil, den sie komplett in Eigenregie planen, bauen und pflegen wollen. Anfang Dezember sprachen sie deshalb im Rathaus der Gemeinde Pfaffenhofen vor – denn natürlich brauche es die Unterstützung der Gemeinde. 

Der Gemeinderat hatte gleich offene Ohren für das Projekt, stellte ein rund 1650 Quadratmeter großes gemeindliches Grundstück am westlichen Ortsrand von Egenburg in Aussicht und sagte eine Kostenbeteiligung in Höhe von 10 000 Euro zu. In der jüngsten Gemeinderatsitzung nun hatte Mitinitiator Marco Witt die Gelegenheit, die detailliert erarbeitete Planung vorzustellen. Der Spatenstich soll bereits im Frühjahr erfolgen.

 Die Gemeinde taxiert die Gesamtkosten des Projekts auf rund 28 000 Euro. Zieht man die zugesagten 10 000 Euro seitens der Gemeinde ab, bleiben also noch 18 000 Euro übrig. Auf Vorschlag der beiden Bürgermeister Helmut Zech und Harald Mang fasste der Gemeinderat den einstimmigen Beschluss, den Zuschuss auf 23 000 Euro zu erhöhen. „Die fehlenden 5000 Euro müssen die Initiatoren über Spenden finanzieren“, hieß es. 

In der Gemeinde Pfaffenhofen gibt es bereits drei Spielplätze: in Pfaffenhofen, Unterumbach und in Egenburg (am Sportplatz). „Für uns als Nachbarschaftsgemeinschaft ist es eine tolle Aufgabe und Erfahrung, für unsere Kinder dieses Projekt Kinderspielplatz anzunehmen und für den Aufbau und die Pflege zu sorgen. Wir hoffen noch einige Familien motivieren zu können, uns bei dem Vorhaben zu unterstützen“, meinte Mitorganisator Witt. Und Zech ergänzte: „Ich denke, hier ist in Zukunft die Bereitschaft neuer Eltern gefragt. Das Projekt dient den Kindern, aber auch der Dorfgemeinschaft, da sich bei der Planung und den Arbeiten die Menschen treffen. Menschen setzen sich ehrenamtlich nur ein, wenn man ihnen Verantwortung, Vertrauen und Gestaltungsfreiheiten gibt.“ Bei zahllosen früheren Projekten in der Gemeinde wie etwa anderen Spielplätzen oder dem Gemeinschaftshaus sei das hervorragend gelungen, so Zech.

Wer das Projekt Spielplatz Egenburg finanziell unterstützen möchte, kann sich bei Marco Witt unter E-Mail an Marco_witt@ t-online.de melden.

Werner Satzger

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gottes Segen für das 18-Tonnen-Hightech-Auto
Mit einer Feierstunde im Gerätehaus hat die Karlsfelder Feuerwehr offiziell ihr neues Fahrzeug in Dienst gestellt. Der hochmoderne MAN TGM Euro 5 wurde für das Ereignis …
Gottes Segen für das 18-Tonnen-Hightech-Auto
Karlsfeld forciert die Falschparker-Jagd
Absolutes Halteverbot – für viele Autofahrer allenfalls so etwas wie eine Empfehlung. Um das Problem mit den Falschparkern einigermaßen in den Griff zu bekommen, will …
Karlsfeld forciert die Falschparker-Jagd
Großbrand in Indersdorf: Schaden immens, Ursache ein Rätsel
Bis zur Erschöpfung haben rund 230 Feuerwehrleute am Mittwoch gegen den Großbrand in einer Indersdorfer Lagerhalle gekämpft. Der Sachschaden ist immens. Die Ursache …
Großbrand in Indersdorf: Schaden immens, Ursache ein Rätsel
Das Wunder vom Wacker-Platz
Am heutigen Freitag ist es auf den Tag genau 50 Jahre her, dass den Fußballern des FC Papierfabrik Dachau die große Sensation gelang. Sie schlugen im Finale um die …
Das Wunder vom Wacker-Platz

Kommentare