Den „Badewannen-Lamborghini“ präsentiert die Geschäftsführerin der Danuvius-Klinik Andrea Wrobel (2. v. l.) einer ganzen Reihe von Politikern beim Hausrundgang durch das neue Demenzheim. foto: rds

Eine Bereicherung für die Region

Petershausen - Zehn Jahre hat es gedauert, bis die Idee Wirklichkeit geworden ist: Nun wurde das neue Danuvius-Demenzheim in Petershausen eröffnet.

Zehn Jahre ist es her, da die ersten Überlegungen zu einem Pflegeheim in Petershausen für Menschen, die an Demenz leiden, entstanden. Jetzt ist das Ziel erreicht: Mit einem Tag der offenen Tür, zu dem viel Prominenz aus dem ganzen Landkreis gekommen war, und dem ökumenischen Segen wurde am Wochenende die Einweihung gefeiert.

„Heute ist es endlich so weit, das Danuvius-Haus in Petershausen zu bewohnen und mit Leben zu erfüllen“, sagte Dr. Torsten Mager, Geschäftsführer und ärztlicher Direktor der Danuvius Klinik GmbH, als Betreiber. Nach Ingolstadt ist es als Pflegeheim bereits das zweite Haus. Außerdem gibt es Danuvius-Kliniken in Neuburg/Donau, Pfaffenhofen/Ilm und Ingolstadt. Ausschlaggebend für Petershausen waren laut Mager Bereitschaft und Aufgeschlossenheit der Ex-Bürgermeister Elisabeth Kraus (FW) und Günter Fuchs (CSU), sowie des Amtsinhabers Marcel Fath (FW) und den jeweiligen Gemeinderäten.

Zum idealen Standort werde Petershausen wegen der schönen Landschaft, der geographischen Lage mit ihrer guten Erreichbarkeit und der Möglichkeit, hier das großzügige Raumkonzept zu verwirklichen. All das seien Voraussetzungen für die Hauptaufgabe, das Leid der schutzbedürftigen Menschen zu lindern. Aber das Danuvius-Haus in Petershausen wird auch ein Ort des Sterbens, an dem die Bewohner bis zum Ende blieben und palliativ begleitet werden.

„Für Petershausen ist das eine ungeheuere Bereicherung und für die Region eine wichtige Ergänzung“, betonte in seinem Grußwort Bürgermeister Fath. Jetzt sei der Landkreis ein „Exporteur sozialer Dienstleistungen“. Selbstkritisch merkte er an, Petershausen fehlten Übernachtungsmöglichkeiten, doch daran arbeite der Gemeinderat. Die neue Einrichtung bezeichnete er als „Bereicherung des Herzens“.

„Wichtigster Faktor ist der Mensch, die Mitarbeiter, denn sie leben die Beziehung zu den Bewohnern“, erklärte Andrea Wrobel, ebenfalls Geschäftsführerin der Danuvius Klinik GmbH. Danuvius arbeitet mit der Universität Witten/Herdecke zusammen, um die Sprache der Demenzkranken, deren Körpersprache, zu verstehen und so einen Zugang zu den Bewohnern zu schaffen. Von der Verpflichtung, Menschen ein Zuhause zu schaffen, das sie bis zum Schluss begleitet, sprach Architekt Bertold Ziersch, ein Freund Magers.

Das gesamte Projekt wurde laut Mager mit rund zehn Millionen Euro aus Eigenmitteln, ganz ohne öffentliche Förderung, realisiert. Eigentümerin wurde der konservative Anleger, die Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungs GmbH.

Die neue Leiterin der Petershausener Einrichtung, Astrid Filtz, nannte es „ein Privileg, mit älteren Menschen arbeiten zu dürfen“. Schließlich erteilten Dekan Peter Dietz und seinen evangelischen Kollegen Pfarrer Peter Dölfel den ökumenisch-kirchlichen Segen. Dietz hörte bei seinem Rundgang vor der Feierstunde drei Aussagen: Erstens sei dies „ein schönes Haus“. Zweitens sei es „gut, das es das jetzt in Petershausen gibt“ und drittens „hofften alle, diese Einrichtung nie zu brauchen“.

(rds)

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