1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau

Eine Brücke, die zwei Gemeinden trennt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Das marode Konstrukt ist bereits für den Verkehr gesperrt, was vor allem Landwirte und Schüler ärgert. Foto: Sailer
Das marode Konstrukt ist bereits für den Verkehr gesperrt, was vor allem Landwirte und Schüler ärgert. Foto: Sailer

Odelzhausen/Pfaffenhofen - Seit zwei Jahren hat der Landwirt Max Hermann ein Anliegen: Die Sanierung der Glonnbrücke zwischen Dietenhausen und Wagenhofen. Doch bisher ist nichts passiert. Nur: Die Brücke wurde gesperrt. Das sorgt nun in den beiden Gemeinden, denen sie gehört, für mächtig Ärger.

2008 hatte Hermann in einer Bürgerversammlung den Antrag gestellt, die Glonnbrücke zwischen Dietenhausen und Wagenhofen zu sanieren. Seinen Antrag hat der Dietenhausener 2009 wiederholt - und weil immer noch nichts geschehen ist, hat 2010 Richard Wirthmüller erneut nachgehakt. Mehr als der Auftrag für eine Kostenschätzung ist im Odelzhausener Gemeinderat aber nicht herausgekommen. Bürgermeister Konrad Brandmair (CSU) nannte einen Betrag von etwa 230 000 Euro für eine 20-Tonnen-Brücke.

2009 wollten Brandmair und Helmut Zech, sein Amtskollege aus der Nachbargemeinde, die Brücke unter Beibehaltung der Fundamente renovieren lassen. Von der beiderseits angedachten Teilsanierung hatte damals jedoch ein Gutachter dringend abgeraten.

Nach einer ausführlichen Diskussion hat der Pfaffenhofener Gemeinderat beschlossen, ein Ingenieurbüro damit zu beauftragen, die Kosten für Abriss und Neubau einer Brücke mit 40 Tonnen Tragkraft zu ermitteln. Gleichzeitig sollte Zech in Verhandlungen mit der Nachbargemeinde über die Kostenaufteilung treten. Dabei soll auch eine vor rund 25 Jahren von der Bundeswehr für einen Manöverschaden an der Brücke geleistete finanzielle Entschädigung an die Gemeinde Odelzhausen mit einfließen.

Da die etwa hundert Jahre alte Brücke (Gemeindestraße) baufällig ist, war sie schon in den letzten Jahren für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt worden. Dies hat vor allem Landwirte geärgert, die deshalb weite Umwege in Kauf nehmen mussten. Aber nicht nur die sind betroffen. Auch Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde Pfaffenhofen benutzen die Brücke, weil sie auf deren Schulweg liegt - und Spaziergänger durch die Glonnauen gehen ebenfalls über das marode Konstrukt.

Bürgermeister Zech meinte nun, seine Gemeinde sei bereit zum Handeln. Und: Es müsse sogar darüber nachgedacht werden, auch die derzeit ungeteerte Straße auf beiden Seiten der Glonn zu asphaltieren.

(sm)

Auch interessant

Kommentare