Eine eigene Halle steht im Raum

Odelzhausen - Der SV Odelzhausen zahlt viel Geld für die Nutzung der Schulturnhalle: 17 000 Euro im Jahr. Der Verein will weniger bezahlen - zieht sogar in Erwägung, eine eigene Halle zu bauen.

Ein wichtiges Thema beim SV Odelzhausen sind die Kosten für die Turnhallenbenutzung. Das wurde jetzt wieder auf der Hauptversammlung deutlich. Der Verein denkt sogar über den Bau einer eigenen Halle auf dem Vereinsgelände nach. Doch die Mitglieder haben die Vorstandschaft erst einmal beauftragt, mit der Gemeinde in wohl schwierig werdende Verhandlungen über Kostensenkungen bei der Hallenmiete zu treten.

Bürgermeister Konrad Brandmair dämpfte noch in der Versammlung zu hohe Erwartungen. Neben den Berichten der Vorstandschaft fiel vor allem der positive Kassenbericht von Hauptkassier Markus Trinkl auf. Er forderte die Mitglieder auf, gemeinsam zu handeln und aufzutreten. Das Vereinsheim sei Ende Mai abbezahlt, so Trinkl. Damit steigt auch der finanzielle Spielraum des Vereins, der vor wenigen Jahren wegen zu hoher Verluste Gefahr lief, die Gemeinnützigkeit aberkannt zu bekommen.

Trinkl sagte: „Durch konsequentes wirtschaften in den letzten Jahren ist das kein Thema mehr. Wir haben die Kurve gekriegt.“ Der Finanzfachmann erläuterte so kompetent Einnahmen und Ausgaben des Vereins und begründete Herkunft und Notwendigkeit von Geldern, dass Rechnungsprüfer Michael Kiemer ihm ein besonderes Lob für das engagierte und versierte Arbeiten aussprach. Für die notwendige Transparenz in Sachen Geldverwaltung ist beim SVO damit gesorgt. Nach einem sehr positiven Kassenbericht, Entlastung und Wahl der Vorstandschaft (wir haben berichtet) stellte Hauptkassier Markus Trinkl die Hallenproblematik in den Raum. Die Abteilungsleiter hätten zusammen mit der Vorstandschaft zu hohe Kosten für die Benutzung (Hallenmiete) der Dreifachturnhalle der Grund- und Mittelschule beklagt.

Dabei wurden zwei Lösungsansätze erarbeitet. Einer wäre der Bau einer kleinen, eigenen Halle auf dem Vereinsgelände, der andere wäre eine Reduzierung der Hallenmiete durch die Gemeinde in Form von finanziellen Zuschüssen. Trinkl: „Wir müssen Möglichkeiten finden, um die Kosten zu senken. Das geht nicht über eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge sonst ist die Gemeinnützigkeit in Gefahr.“

Zur Zeit wird an einem Nutzungskonzept gearbeitet um einen Überblick über mögliche Kosten einer Halle zu bekommen. Zur Zeit zahlt der Verein rund 17 000 Euro Hallenmiete jährlich. Zudem ist die Schulturnhalle im Sommer für acht Wochen geschlossen und für den Verein nicht nutzbar, so Trinkl.

Odelzhausens Bürgermeister Konrad Brandmair nahm als SVO-Mitglied an der Sitzung teil. Er erläuterte, dass die Gemeinde bereits rund 230 000 Euro jährlich an den SVO überweise. Reden könne man über alles, meinte Brandmair, dämpfte aber zugleich finanzielle Erwartungen des Vereins. „Finanziell wird sich die Gemeinde nicht an einem Neubau beteiligen. Dafür haben wir zu viel in die Dreifachturnhalle der Schule investiert (siehe Kasten).

Die Vereinsspitze wird jetzt in Verhandlungen mit der Gemeinde treten.

(sm)

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