Zur Koordination der Ehrenamtlichen

Eine weitere Stelle in Sachen Asyl

Eine weitere Stelle in Sachen Asyl ist im Landkreis dringend notwendig. Die Frage ist nur: Soll die Stelle bei der Caritas oder im Landratsamt eingerichtet werden? Darüber diskutierte der Kreisausschuss.

Dachau – Eigentlich war es eine klare Sache: Der Landkreis Dachau braucht eine weitere Stelle in Sachen Asyl. Genauer: bei der Koordination der Ehrenamtlichen. Deswegen hat die Caritas, die das bislang übernimmt, einen entsprechenden Antrag auf Kostenübernahme gestellt. Doch in der Diskussion im Kreisausschuss kam am Ende etwas Unerwartetes heraus: Die Gremiumsmitglieder hätten die unbezweifelt notwendige Stelle lieber im eigenen Haus, als bei der Caritas.

In 15 Gemeinden im Landkreis Dachau gibt es laut Landrat Stefan Löwl derzeit Asylberater, dazu kommen 19 Helferkreise. Und alle müssen koordiniert werden. Derzeit übernimmt das die Caritas, mit einem Mitarbeiter. Doch das reicht nicht aus. Deshalb hat das Caritas Zentrum Dachau für die kommenden zwei Jahre eine weitere Vollzeitstelle beantragt. Kosten: rund 63 000 Euro pro Jahr.

Doch nach der Darlegung der Fakten stellte CSU-Kreisrätin Eva Rehm die Frage in den Raum, warum die Stelle bei der Caritas und nicht im Dachauer Landratsamt angesiedelt sei. Landrat Stefan Löwl erklärte, es mache einen deutlichen Unterschied, ob die Ehrenamtlichen mit Vertretern der Caritas oder des Landratsamtes kommunizierten.

Doch auch Helmut Zech (CSU) plädierte dafür, die Stelle lieber im eigenen Haus einzurichten. Stefan Löwl versuchte erneut klar zu machen, dass in seinem Haus nicht unbedingt jemand benötigt werde. Er nehme zwar gerne jeden neuen Mitarbeiter, die Frage sei aber, ob das hier sinnvoll sei. Denn „die Caritas ist hier viel besser als wir“.

Nun sprang Karlsfelds Bürgermeister Stefan Kolbe mit ins Boot: „Aber die Stelle wäre doch viel besser bei uns im Haus. Dann hätten wir direkten Zugriff darauf.“ Schließlich lenkte Löwl ein: „Fest steht, wir brauchen einen Menschen, die Frage ist nur, ob er der Caritas oder dem Landratsamt unterstellt ist.“ Die Verwaltung solle nun klären, wo der neue Mitarbeiter besser aufgehoben sei. Damit waren alle Kreisausschussmitglieder einverstanden.

Conny Kirmaier

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