+
Startschuss: Albert Drittenpreis (Dritter von links), Landrat Stefan Löwl, Hiltraud Schmidt-Kroll, Bernhard Seidenath und Herbert Grieser (v.l.) mit BRK-Mitarbeitern bei der Eröffnung des neuen BRK-Kleiderladens in Karlsfeld.

BRK-Kreisverband

Kleiderladen in Karlsfeld eröffnet

Karlsfeld - Landrat Stefan Löwl nahm bei der Eröffnung kein Blatt vor den Mund: Auch im reichen Landkreis Dachau leben arme Menschen. Für diese Menschen gibt es ein neues Angebot: den Kleiderladen des BRK in Karlsfeld.

Kaum war die Eröffnung vorbei, wurde im neuen BRK-Kleiderladen in Karlsfeld schon eingekauft. In dem geräumigen Geschäft in der Nähe des Rathausplatzes drängten sich zwischen den Eröffnungsgästen die Kunden, um nach guter und preiswerter Kleidung zu suchen.

Der Landtagsabgeordnete und BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath betonte, wie sinnvoll und wichtig eine Dependance des Dachauer Kleiderladens in der Gemeinde Karlsfeld ist: „Unser Angebot richtet sich an Menschen, denen es finanziell nicht so gut geht. Das ist nur dank des Engagements unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter möglich. Ich freue mich auf einen prosperierenden und helfenden Kleiderladen!“

Seidenath hatte als Geschenk zwei große BRK-Fototafeln dabei, um die noch kahlen Wände zu dekorieren. Zu den ersten Kunden zählte Landrat Stefan Löwl. Er erstand eine Krawatte und spendete 50 Euro. „Dachau ist ein reicher Landkreis, und trotzdem herrscht Armut. Deshalb bin ich froh, dass wir einen Kleiderladen haben für Menschen, die jeden Euro zwei Mal umdrehen müssen“, so der Landrat.

Auch die Karlsfelder Gemeinderätin und Sozialreferentin Hiltraud Schmidt-Kroll (SPD) freut sich über den neuen BRK-Laden, der neben der Versorgungsfunktion auch eine Anlaufstelle zur Kommunikation sein wird. Die gute Lage des Ladens im Zentrum ist dem ehemaligen BRK-Kreisvorsitzenden Albert Drittenpreis zu verdanken. Aufgrund seiner vielen Kontakte in Karlsfeld fand er bald geeignete Verkaufsräume in der Rathausstraße 7-9.

Die Einrichtung stammt aus Mikels Jeansshop, der vor kurzem schloss. Inhaber Michael Bordbarkou stellte Regale, Ständer und sogar Kleidung zur Verfügung. Bordbarkou wird auch den Karlsfelder Kleiderladen leiten.

Weil in der aktuellen Flüchtlingskrise ein großer Bedarf an Kleidung und Schuhen sowie an Kinderkleidung besteht, entstand die Idee, in Karlsfeld eine Dependance des etablierten Dachauer Kleiderladens zu schaffen. Unterstützt wurde die Idee auch von Samuel Kreysler, dem Leiter soziale Dienste beim BRK Dachau, und von Herbert Grieser. Er leitet seit 2005 erfolgreich den BRK Kleiderladen in Dachau und rekrutierte das ehrenamtliche Personal für Karlsfeld, insgesamt 24 Damen.

Der Dachauer Laden ist, auch dank der Spendenfreudigkeit der Bürger, über die Jahre kontinuierlich gewachsen. Auf diese Weise schlägt der BRK-Kleiderladen eine Brücke zwischen dem Überfluss in einer Wegwerfgesellschaft und dem Mangel von bedürftigen und sozial benachteiligten Menschen. An finanziell benachteiligte Mitbürger mit Kundenkarte wird die Ware zum halben Preis weitergegeben. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf werden Miete und laufende Kosten des Ladens finanziert sowie regionale Wohlfahrtsprojekte unterstützt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gesamtkunstwerk für Augen und Ohren
Das Vivaldi Orchester Karlsfeld gehört erwiesenermaßen zur deutschen Spitze. Beim Jahreskonzert war aber sehr viel mehr geboten als nur hervorragende Musik auf …
Gesamtkunstwerk für Augen und Ohren
Die Postulantin bleibt hart
Schwester Apollonia hat schon vor einiger Zeit das Kloster Altomünster verlassen – doch eine Postulantin ist geblieben, die 39-jährige Claudia Schwarz. Bis heute. Was …
Die Postulantin bleibt hart
Container legt ganz Dachau lahm
Ein Container ist in der Mittermayerstraße liegen geblieben. Und sorgt deshalb für einen Mega-Stau in Dachaus Berufsverkehr. 
Container legt ganz Dachau lahm
„Wir haben alles, was wir brauchen“
Technisch auf dem neuesten Stand, und dazu viel mehr Platz als früher – über die neue Rettungswache sind die Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes in Odelzhausen …
„Wir haben alles, was wir brauchen“

Kommentare