1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau

Ein Einspruch gegen den Windkraft-Plan

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Bergkirchen - Der Teilflächennutzungsplan Windkraft für den Landkreis Dachau sorgt auch in Bergkirchen für Diskussionen. Die Gräflich von Hundt’sche Forstverwaltung erhebt Einspruch gegen den vorliegenden Plan.

Den gemeinsamen sachlichen Teilflächennutzungsplan Windkraft für den Landkreis Dachau hat der Bergkirchner Gemeinderat mit einer Gegenstimme verabschiedet. Die diversen Beschlüsse zu den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und von Seiten der Bürger erfolgten teilweise ebenfalls nicht einstimmig, mit mehreren Gegenstimmen oder durch Enthaltung wegen persönlicher Beteiligung.

Die Gräflich von Hundt’sche Forstverwaltung, in der Sitzung anwaltlich vertreten, erhebt Einspruch gegen den vorliegenden Flächennutzungsplan, weil die die große Waldfläche nördlich von Rodelzried nicht „als für Windkraft geeignete Konzentrationsfläche“ ausgewiesen ist. Sie führt die Gründe für die Eignung an. Der Gemeinderat nahm den Einwand zur Kenntnis und hält fest: „In die Begründung zum sachlichen Teilflächennutzungsplan Windkraft wird eine entsprechende Erläuterung bezüglich des beschränkten Bauschutzbereichs um das Drehfunkfeuer Maisach und bezüglich der geänderten Abstände mit aufgenommen. Die Inhalte der Gebietskulisse Windkraft werden in der Planung berücksichtigt.“

Gemeinderat Josef Kranz machte seiner Verärgerung Luft, dass Vogelarten und Biotope im Plan „bevorzugt werden, weil hierfür die Bestimmungen schärfer seien und mehr zählten als der „Faktor Mensch“. Landmann beruhigte: „Im Landkreis ist der Mindestabstand gegeben.“

Mit großem Interesse verfolgten der Vorsitzende des Aero-Club Dachau, Valentin Faust, und sein Stellvertreter Siegfried Zenkert das aufwändige Prozedere zum Flächennutzungsplan, an dem 90 Träger öffentlicher Belange beteiligt sind.

Für die Flieger geht es um Auswirkungen auf den Flugbetrieb auf dem Gröbenrieder Gelände wegen der Konzentrationsflächen auf Bergkirchner und Dachauer Gebiet. Der Gemeinderat fasste den Beschluss, die beschlossenen Änderungen vom Planer einarbeiten zu lassen und anschließend die öffentliche Auslegung durchzuführen. Im Sommer/Herbst wird die Gemeinde mit den Grundstückeigentümern Gespräche führen.

Wenn keine rechtlichen Auflagen mehr kommen, so Bürgermeister Landmann, könnte der Feststellungsbeschluss zum Jahresende erfolgen. zuvor hatte der Gemeindechef dem Gemeinderat und den Zuhörern den bisherigen Verlauf des gemeinsamen sachlichen Teilflächennutzungsplanes Windkraft für den Landkreis Dachau und die große Bedeutung dieses Flächennutzungsplanes dargelegt. Es ging um die Vermeidung der „Verspargelung“ der Landschaft mit Windkraftanlagen aufgrund der bestehenden Privilegierung. Zum Schutz der Bürger bleibt es bei den Abstandsflächen von 900 Metern in Wohngebieten. In Außenbereichen gibt es eine Änderung auf 600 Meter. Im Planungsgebiet handelt es sich um Konzentrationsflächen von insgesamt 1.878 Hektar, im Gemeindegebiet von Bergkirchen sind es 162 Hektar. Im so genannten „Gemeindedreieck 5.4 und 5.5“ betragen die Konzentrationsflächen von 154 und 144 Hektar.

(ink)

Auch interessant

Kommentare