Mindestens 23 Tote bei Angriff auf Bus mit Christen 

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Im Zweifelsfall hupen: Michael Spießl mit dem Renault.

Man kommt halt nicht sehr weit

Erfahrungen mit dem Elektroauto

Dachau - Im Winter kommt man mit einem Elektroauto nicht so weit. Und weil es so leise ist, muss der Fahrer sehr vorausschauend fahren. Dafür ist es umweltfreundlich.

Im Landkreis Dachau sind mittlerweile 68 reine Elektro- sowie 189 Hybridfahrzeuge angemeldet. Auch das Landratsamt hat zwei Elektroautos. Eines davon benutzt Michael Spießl, der Amtsbote. Seit vergangenem Dezember fährt er den Renault Kangoo, um etwa Post zu den Außenstellen zu bringen, Blumen zu transportieren oder Geschenkkörbe zu verteilen.

Spießl ist sehr zufrieden mit dem Fahrzeug: „Es ist sehr angenehm und leise zu fahren.“ Der Amtsbote ist auch begeistert von der besseren Bremswirkung. „Wenn man vorausschauend fährt, braucht man die Bremse kaum“, erklärt er.

„Die Kraft wird sofort umgesetzt“, meint auch Wolfgang Reichelt, Leiter der Stabsstelle des Landratsamts, der das Dienstfahrzeug auch benutzt. „Das Auto zieht sehr gut. Wenn man an der Ampel aufs Gas geht, denkt man sich manchmal erstmal: ,Hoppala!‘“ Noch stärker sei das zweite Elektrofahrzeug des Landratsamts, ein BMW i3. Der sei eine richtige „Kanonenkugel“, sagt Spießl. Der BMW erreicht eine Leistung von 170 PS. Dieser Dienstwagen werde auch von Landrat Stefan Löwl gerne benutzt.

Von Löwl sei der Wunsch nach Elektrofahrzeugen fürs Landratsamt auch ausgegangen, damit es in Sachen Umweltschutz eine Vorbildfunktion erfüllt, erklärt Reichelt. Man will als Multiplikator für Elektroautos fungieren. Da das Landratsamt bereits vor vier Jahren das erste Elektrofahrzeug in den Fuhrpark holte, ist es ein Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Unterstützt worden ist es von zahlreichen Unternehmen, die sich bei den Anschaffungskosten und mit Werbung auf dem Fahrzeug beteiligten.

Der größte Nachteil der Elektrofahrzeuge sei für das Landratsamt die Reichweite. „Die Reichweite ist witterungsabhängig. Jetzt im Winter schaffe ich so 50 bis 55 Kilometer“, erklärt Michael Spießl. Dann muss er das Auto wieder an die hauseigene Ladestation anschließen. Liegengeblieben sei er noch nie, lacht der Amtsbote. Schließlich habe das Auto ja eine Anzeige, wie weit es noch kommt.

Das Landratsamt geht davon aus, dass der Renault Kangoo im Sommer mehr als doppelt so weit kommen wird, ohne aufgeladen zu werden. Faktoren sind zum Beispiel Heizung und Lüftung, die im Winter mehr Strom benötigen.

Normalerweise sei die niedrige Reichweite jedoch kein Problem, da der Bedarf im Schnitt bei 50 Kilometern täglich liege. „Nur wenn mal an einem Tag etwas mehr zu erledigen ist, gibt es Einschränkungen“, meint Michael Spießl. Das Aufladen dauert auch relativ lange, deswegen wird der Renault immer nach Dienstende an die Ladestation angeschlossen.

Problematisch sei auch die niedrige Lautstärke. Obwohl das angenehm ist, stellt es zugleich ein Risiko dar. „Man wird im Verkehr einfach nicht so wahrgenommen“, weiß Wolfgang Reichelt. Man muss also mit dem Elektrofahrzeug noch vorausschauender fahren, findet auch Michael Spießl. Passiert sei aber noch nie etwas. Im Zweifelsfall hupt Spießl kurz, um auf sich aufmerksam zu machen. „Vor kurzem haben sich zwei Damen ganz schön erschreckt, als ich plötzlich da gewesen bin“, erzählt der Amtsbote.

Privat will sich Michael Spießl allerdings in nächster Zeit kein Elektroauto anschaffen: „Den Wiederverkaufswert kann heute niemand vorhersagen. Auch, wenn man mal weiter unterwegs ist, ist das schwierig."

lan

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