Müde Schüler nach EM-Spiel

Keine Nachsicht für müde Schüler

Dachau - Nach dem EM-Halbfinalspiel Deutschland gegen Frankreich gibt es keine Extrawürste für müde Dachauer Schüler. Das sagen die Schulleiter.

Länger aufbleiben und mitfiebern, wer von den Fußballidolen das nächste Tor schießt: Viele junge Fußballfans sind schon ganz aufgeregt vor dem EM-Halbfinalspiel Deutschland gegen Frankreich. Doch vermutlich kommt bei dem ein oder anderen am nächsten Morgen das böse Erwachen – oder wohl eher das böse Verschlafen. Denn Sonderregelungen wegen der Spiele gibt es für die Dachauer Schüler nicht.

Immerhin werden an manchen Schulen keine wichtigen Tests geschrieben. Am Gymnasium Indersdorf sind beispielsweise am Freitag und am Montag keine Schulaufgaben geplant. Auch die Grund- und Mittelschüler aus Odelzhausen haben Glück: „Die Lehrer wissen ja auch, dass es sich dem Schuljahresende nähert und schreiben nicht unbedingt in der erste Stunde eine Probe“, sagt Rektorin Cordula Weber.

So läuft es unter anderem auch bei der Grundschule Hilgertshausen-Tandern, bei der Grundschule Petershausen, bei der Grund- und Mittelschule Hebertshausen und bei der Grundschule Karlsfeld. „Auf das Deutschland-Spiel wird schon Rücksicht genommen“, sagt deren Rektor Roland Karl. Er hofft aber auch auf die Eltern: „Ein Erstklässler mit sieben Jahren muss nicht unbedingt bis elf Uhr abends das Spiel Portugal gegen Wales anschauen.“ Denn am Morgen müssen alle Schüler pünktlich sein.

Das ist auch an der Realschule Weichs so: „Die erste Stunde könnten wir gar nicht freigeben“, sagt Schulleiter Reiner Hertweck. „Die meisten Schüler kommen ja mit dem Bus.“ In der Odelzhausener Realschule müssen Siebtklässler sogar in der dritten Stunde am Tag nach dem Deutschlandspiel eine Schulaufgabe schreiben. „Es geht nicht anders“, erklärt Rektorin Anette Schalk. „Wir sind im Endspurt bei den Noten.“

Ähnlich sieht es ihre Kollegin von der Realschule Dachau, Angelika Rogg: „Da müssen die Schüler durch“, sagt sie. „Ich fände es besser, wenn die Spiele früher wären. Aber auch die Kleinen können es ganz gut kompensieren.“ Diese Erfahrung hat auch Erwin Lenz, Rektor am Ignaz-Taschner-Gymnasium gemacht: „Die meisten Schüler sind ja schon älter“, sagt er. „Und auch die Fünftklässler schaffen es, wenn sie einmal später ins Bett kommen."

cla

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