Einige Bäume wurden schon gefällt, Ende März sollen die Arbeiten am Kreisel starten. kn

Ab Ende März wird der Kreisel gebaut

Indersdorf - Ende März sollen die Arbeiten für den neuen Kreisverkehr an der Einmündung Ludwig-Thoma-Straße/Dachauer Straße starten.

Bis Ende Juli müssen die Indersdorfer dann mit erheblichen Verkehrsbehinderungen rechnen.

Architekt Rupert Mayr aus Aichach stellte dem Gemeinderat jetzt die abschließende Planung vor, in der aus verschiedenen Gründen noch eine Reihe von Änderungen vorgenommen werden musste.

Unter anderem hat das staatliche Bauamt in Freising einige Forderungen gestellt, die es zu erfüllen gilt. So soll der Kreisverkehr entgegen der bisherigen Planungen ein Stück weit in Richtung Westen versetzt und die erst vor zwei Jahren neu gemachte Fahrbahndecke auf der Dachauer Straße nun doch abgefräst und ganz neu erstellt werden. Der Grund für letztere Maßnahme ist vor allem die Markierung für die Linksabbiegespur.

Dass die Gemeinde zur Kasse gebeten werde, das staatliche Bauamt aber bestimme, was gemacht gehöre, ärgerte einige Gemeinderäte. „Das muss ich jetzt einfach mal loswerden: Das Straßenbauamt schafft an und wir zahlen; das stinkt mir schon“, sprach Franz Obesser (CSU) offenbar einigen Ratskollegen aus der Seele. Die Gemeinde, die ja gegen den Willen des Straßenbauamts einen Kreisel gegenüber einer Ampel durchgesetzt hatte, muss ja den Differenzbetrag zwischen den beiden Lösungen tragen.

Mitbestimmen will der Gemeinderat aber unbedingt, was die Ausgestaltung der Kreisverkehrsinsel angeht. Das Straßenbauamt will hier wenig Gestaltendes zulassen, hieß es von Seiten des Architekturbüros. Als Grund werde die Verkehrsgefährdung angegeben. Soll heißen: Für den Fall, dass doch einmal ein Fahrzeug bei einem Unfall über die Insel fahre, dürfe kein massives Bauwerk im Weg stehen.

Ein massives Bauwerk will auch der Gemeinderat nicht, aber zumindest die Möglichkeit, die Skulptur eines örtlichen Künstlers oder auch ein Hinweisschild auf das Chorherrenmuseum im Schneiderturm aufzustellen. Das Argument Verkehrsgefährdung will man nicht gelten lassen, da es sich um innerörtlichen, langsamen Verkehr handele.

Jedenfalls müsse die Marktgemeinde für den Unterhalt und die Pflege des Kreisverkehrs aufkommen und wolle dann auch mitreden, so der Tenor. Auch der Landschaftsplaner, Frank Karrer vom Büro Topgrün, machte kein Hehl daraus, dass er hier gerne etwas mehr Gestaltungsfreiheit hätte.

Deshalb wurde Bürgermeister Josef Kreitmeir beauftragt, mit dem Straßenbauamt noch einmal zu verhandeln. Der Gemeindechef ist allerdings nicht sehr optimistisch: Die zuständigen Sachbearbeiter seien ihm „bisher eher als beratungsresistent vorgekommen“. Die Kosten für die Maßnahme, die auch eine 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand (Gabionen) zur Wohnbebauung in Richtung Norden vorsieht, bezifferte Rupert Mayr mit 513 000 Euro. Ursprünglich war man von 469 000 Euro ausgegangen. (tor)

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