1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau

Ein Ende nach 527 Jahren?

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Wie die heilige Birgitta: Ein Foto von der verstorbene Priorin Sr. Antonia Holzapfel mit dem Wanderstab der Heiligen.  gh
Wie die heilige Birgitta: Ein Foto von der verstorbene Priorin Sr. Antonia Holzapfel mit dem Wanderstab der Heiligen. gh

Altomünster - Die Altomünsterer halten es hoch, das Andenken an die heilige Birgitta. Der schwedischen Ordensgründerin haben sie auch ihr Kloster zu verdanken. Droht dem Orden schon bald ein Ende?

Die heilige Birgitta gründete es das Kloster vor 527 Jahren.

Mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche und einem gemütlichen Dämmerschoppen im Klosterstadel wurde auch heuer dieser Jahrtag gefeiert.

Diesmal allerdings hatte Pater Michael in seiner Predigt viele Fragen an die Gläubigen gerichtet. „527 Jahre Geschichte des Birgittenordens in Altomünster“, begann er „ und nun, ist nun ein Ende des Klosters in Sicht?“ Denn mit dem Tod der Priorin Sr. Antonia Holzapfel vor wenigen Wochen steht der Fortbestand des Kloster auf des Messers Schneide. Im Moment sind nur noch Schwester Apollonia und Schwester Regina die Hüter ihres Erbes in Altomünster, dem Kloster, das am längsten nach den schwedischen Regeln lebt.

Ob sie Verstärkung aus den Klöstern in Mexiko bekommen, wie es immer der Wunsch von Mutter Antonia und Pfarrer Wolf Bachbauer war, steht noch nicht ganz fest. „Es liegt jetzt an uns, wie wir mit diesen Tatsachen umgehen?“, fuhr Pater Michael in seiner Predigt fort. Er erinnerte an das Bild der heiligen Birgitta, das er zu Beginn des Gottesdienstes austeilen ließ. Es zeigt die Heilige mit ihrem Wanderstab. Und mit genau diesem Wanderstab stand auch ein Bild von Mutter Antonia vor dem Altar. Gerne hatte sie ihn immer den Firmlingen oder Ehrengästen gezeigt.

„Ist es Zufall oder Fügung, dass mir die Priorin noch wenige Tage vor ihrem Tod dieses Bild der Heiligen schenkte und sie nun selbst mit dem Wanderstab abgebildet wurde?“, so Peter Michael. Wanderung und Wandel hätten zum Leben der heiligen Birgitta gehört. Heute würde noch immer beides für das christliche Leben zutreffen und dies nicht nur im Kloster. „Jeder Wandel bringt eine gewisse Unsicherheit und Ängste mit sich“, behauptete der Geistliche, doch dürfe man sich im Vertrauen auf Gott auch in die Zukunft wagen.

Er jedenfalls sei stolz darauf, der Spiritual der Altomünsterer Schwestern zu sein, „denn sie sind Kämpfernaturen“. Am Ende des Gottesdienstes dankte Pater Michael allen, die zu dieser feierlichen Stunde beigetragen haben, den vielen Ministranten und dem Kirchenchor mit den Musikanten, sowie allen, die den Dämmerschoppen vorbereitet haben.

Auch interessant

Kommentare