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Spatenstich für die erste Wasserkraftschnecke: Bauunternehmer Christoph Ziegltrum, Thomas Lubig, Henriette von Haniel (E-Werke), Architekt Ludwig Mittl, Christian Weindler (E-Werke), Johann Kiendl (technischer Leiter E-Werke), Andrea von Haniel (von links). In das betonierte Rechteck am Wehr werden eine neue Schleuse und die Wasserschnecke eingebaut.

Erste Wasserkraftschnecke  im Landkreis

Energiewende am Schwebelbach

Ottershausen - Regenerative Energien sind in aller Munde: Nun geht Ottershausen einen ersten Schritt in diese Richtung und baut eine Wasserkraftschnecke in das Wehr am Schwebelbach. In einigen Wochen soll die Wasserkraftanalage zur Energieumwandlung in Betrieb gehen -  die erste im Landkreis.

Bereits vor zwei Jahren begannen die Planungen für die alternative Stromerzeugung durch die Wasserkraftschnecke. Ende April werden die E-Werke jetzt nicht nur eine neue Wehrklappe anbringen, sondern auch die etwa neun Meter lange und 1,60 Meter breite Wasserkraftschnecke in das bestehende Schwebelbach-Wehr einbauen. 

Zum symbolischen Spatenstich für die neue Wasserkraftschnecke trafen sich der zuständige Architekt Ludwig Mittl, Bauunternehmer Christoph Ziegltrum, Mitarbeiter der E-Werke Haniel Haimhausen Christian Weindler, Thomas Lubig und Johann Kiendl, sowie die Geschäftsführerinnen der E-Werke Andrea und Henriette von Haniel am Oberlauf des Schwebelbachs in Ottershausen. Kurz vor der Marienmühle, wo der Werkskanal zum Wasserkraftwerk abzweigt, soll das bisher ungenutzte Restwasser aus der Schleuse künftig zur Stromerzeugung dienen. Mit einer Leistung von neun Kilowatt erzeugt die Wasserkraftschnecke 78 000 Kilowatt Ökostrom pro Stunde und wird etwa 22 Haushalte versorgen.

 Außerdem stellt die Wasserkraftschnecke auch für die Bachbewohner keine Gefahr dar, so Andrea von Haniel: „Die Schnecke dreht sich sehr langsam. Mit ihren abgerundeten Kanten und ohne Feinrechen können auch große Fische völlig unbeschadet durch die Wehranlage schwimmen.“ Zusätzlich befindet sich in der Nähe der Staustufe ein Umgehungsbach, durch den die Fische schwimmen können. „Unsere Fischer im Ort setzen gerne Forellen ein, die hervorragend gedeihen“, versicherten Henriette und Andrea von Haniel. „Wir versuchen bei der Stromerzeugung so wenig wie möglich in die Geschiebestruktur des Gewässers einzugreifen."

Siglinde Haaf

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