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Unfälle mit tragischem Ausgang gibt es immer wieder auf der Straße zwischen Erdweg und Arnbach. Hier starb im August 2014 ein 47 Jahre alter Motorradfahrer aus Dachau bei einem Frontalzusammenstoß mit einem VW.

Damit es nicht mehr so oft kracht

Eine unfallträchtige Straße

Schwabhausen - Die Gemeinde Schwabhausen will dem staatlichen Bauamt Druck machen, dass die unfallträchtige Staatsstraße zwischen Arnbach und Erdweg endlich entschärft wird.

Die Staatsstraße zwischen Erdweg und Arnbach, die dort zur Erdweger und später zur Indersdorfer Straße wird, hat in Sachen Verkehrssicherheit sowohl inner- als auch außerorts gewaltige Defizite. Auf einen entsprechenden Antrag der Fraktion Bürgerblock Arnbach/Freie Wähler Schwabhausen hin unternimmt jetzt der Gemeinderat einen ernsthaften Vorstoß, Maßnahmen anzustoßen, die die Situation verbessern. Das beinhaltet innerorts vor allem Querungshilfen – und außerorts langfristig auch eine Umgehung von Arnbach.

Einstimmig stand der Gemeinderat hinter dem Beschluss, das staatliche Bauamt eindringlich aufzufordern, „schnellstmöglich“ Baumaßnahmen umzusetzen, um die St 2054 im Bereich Arnbach verkehrssicherer zu machen. Mit diesem Beschluss wolle man auch etwas „Druck aufbauen“, betonte Bürgermeister Josef Baumgartner.

Ob das klappt, steht in den Sternen. Denn es liegt eine Stellungnahme des staatlichen Bauamts vor, in der darauf verwiesen wird, dass die generelle Geschwindigkeitsbeschränkung zwischen Erdweg und Arnbach auf 60 km/h doch ausreichend sei und die Straße bei Einhaltung „gefahrlos befahren werden kann“. Wenn man in der Gemeinde anderer Meinung sei, könne man ja selbst Maßnahmen ergreifen.

Das brachte Wolfgang Hörl vom Bürgerblock Arnbach so richtig auf die Palme. Er sprach von einer „bodenlosen Frechheit“, von einem „Offenbarungseid“, den die Stellungnahme darstelle, „nach dem Motto, ,das finden wir gut, Ihr könnt es ja selber machen’“, schimpfte der Arnbacher Hörl. „So kann man nicht mit uns umgehen. Jedesmal, wenn die Sirene bei uns geht, graust’s mir schon, ich bin ja bei der Feuerwehr. Seit 2010 hat es da 20 Mal schwer gekracht.“

Unterstützung erhielt Hörl vom Verkehrsexperten bei der Dachauer Polizei. Richard Wacht bestätigte gerne, dass die Strecke zwischen Arnbach und Erdweg „eine der unfallträchtigsten Strecken im Landkreis“ sei, und das, obwohl hier eigentlich nur Ortskundige unterwegs seien. Die Straße sei aufgrund ihrer Kurvenradien, Querneigungen, des Fahrbahnbelags und der Unübersichtlichkeit „ungünstig“, sagte Wacht diplomatisch. Und aufgrund der fehlenden Querungshilfen und der Engstelle an der Kirche auf Erdweger bzw. Indersdorfer Straße unterstütze die Dachauer Polizei auch die Idee einer Umfahrung von Arnbach.

Nun soll ein Ortstermin mit allen Beteiligten vereinbart werden, nicht zuletzt um Vertreter des staatlichen Bauamts an Ort und Stelle davon zu überzeugen, entsprechende Maßnahmen in den Ausbauplan für Staatsstraßen aufzunehmen. Eine Fortschreibung dieses Ausbauplans sei in den nächsten fünf bis zehn Jahren zu erwarten, hatte das Amt mitgeteilt.

tor

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