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Der Gold-Imker: Der Honig von Hubert Burgstaller ist mit der Goldmedaille des Bayerischen Bienenzüchterverbandes ausgezeichnet worden.

Auszeichnung für Hubert Burgstaller aus Unterweikertshofen

Der beste Honig Bayerns

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Hubert Burgstaller weiß, warum sein Honig so besonders gut ist: wegen der „tollen Blütenpracht im Umkreis von Unterweikertshofen“. Der Honig des 36-jährigen Hobby-Imkers ist mit einer Goldmedaille ausgezeichnet worden.

Unterweikertshofen – Leise tapst eine kleine graue Katze über die Straße, in einem Freigehege schnattern weiße Gänse, Puten plustern sich auf, in der Ferne rattert ein Traktor vorbei. Doch der Schein trügt: In dieser dörflichen Idylle wird schwer gearbeitet. Und zugleich höchst erfolgreich. Sogar ausgezeichnet erfolgreich: Denn der Honig von Hobby-Imker Hubert Burgstaller aus Unterweikertshofen ist mit der „Goldmedaille 1 a“ des Bayerischen Bienenzüchterverbandes prämiert worden.

„Das ist die höchste Auszeichnung, die es für Honig gibt“, erzählt der 34-Jährige stolz. Und er hat allen Grund dazu: Denn schon bei seiner ersten Teilnahme an der Honigprämierung erreichte er die höchste Punktzahl.

Bereits im Februar hatte sich der Unterweikertshofener, der hier auch Feuerwehrkommandant ist, für die Honigprüfung angemeldet. Anschließend überlegte er, welchen Honig er einschicken will und bereitete diesen vor. „Ich habe mich für den Spättrachthonig entschieden.“ Sechs Gläser sandte Hubert Burgstaller Ende Juli ein.

Sechs Richter unterzogen den Honig aus dem Landkreis Dachau genauen Untersuchungen: Wie ist die Aufmachung? Sind noch Wachspartikel oder kleine Kristalle im Honig? Wie riecht und schmeckt er? Wie hoch ist der Zuckergehalt? Bei allen diesen Testkriterien schnitt die süße Flüssigkeit von Hubert Burgstaller mit Bestnoten ab. Per Post wurde der Hobby-Imker, der als Angestellter sein Geld verdient, über sein hervorragendes Abschneiden informiert. „Ich war sehr überrascht“, berichtet der 36-Jährige, als er die Einladung zur Preisverleihung in den Händen hielt. „Meine Freundin hat gleich gesagt: ,Top, da fahren wir hin.’“ Bei der Preisverleihung in Forstinning bekam Hubert Burgstaller seine Urkunde von der Bayerischen Honigkönigin Katharina I. sowie von der Bayerischen Honigprinzessin Doris überreicht – ein tolles Erlebnis.

Seit frühester Jugend kennt sich Hubert Burgstaller mit Bienen und Honig aus. Schon sein Vater und Großvater waren Hobby-Imker. Insgesamt 20 Bienenvölker mit jeweils rund 20 000 bis 30 000 „Damen“, wie es Burgstaller charmant formuliert, besitzt die Familie. Etwa 20 Kilogramm Honig kann der Imker pro Jahr ernten. „Für ein Glas Honig muss eine Biene etwa dreimal um die Welt fliegen“, erklärt der Experte. „Wenn man das bedenkt, wird klar, wie wertvoll ein Glas Honig ist.“

Den nun prämierten Honig verkauft Hubert Burgstaller auf dem Unterweikertshofener Weihnachtsmarkt – zum gleichen Preis wie die Jahre zuvor. Im Sommer ist Hubert Burgstaller etwa zweimal die Woche bei seinen fleißigen Bienchen, die ganze Familie wird für Ernte und Abfüllung eingespannt. Im Herbst wird es ruhiger: Die schwarz-gelben Insekten bilden dann im Bienenstock eine Traube und werden vom Imker mit Zuckerwasser gefüttert.

Dass sein Naturprodukt so besonders gut ist, erklärt der Imker vor allem mit der „tollen Blütenpracht im Umkreis von Unterweikertshofen“. Etwa zwei Kilometer rund um den Ort sind seine Bienen unterwegs. Seit eineinhalb Jahren betreibt Burgstaller zudem zusammen mit dem Dachauer Imker Josef Dlesk ein Imkereifachgeschäft, das in der Hauptsaison abends etwa zwei Stunden lang geöffnet hat. „Denn in der Nähe gab es nichts, wo man Imkerbedarf kaufen konnte“, begründet der 36-Jährige diesen Schritt. Zudem gibt es einen Internetshop (imkereibedarf-dachau.de). Doch allein von der Imkerei leben ist laut Hubert Burgstaller nicht möglich. Aber es ist ein schönes Hobby. Und fest steht bereits: „Nächtes Jahr bin ich bei der Honigprämierung wieder dabei!“

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