Fragen und Anregungen bei der Bürgerversammlung in Unterweikertshofen

Schwierige Verkehrslagen und wenig Grund

Rappelvoll war das Gastzimmer des Schuihauses Unterweikertshofen, als Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt bei der Bürgerversammlung dort Rede und Antwort stand. Die Fragen umfassten viele Themengebiete.

VON SABINE SCHÄFER

Unterweikertshofen – Rund 60 Besucher aus Unterweikertshofen, Langengern und Guggenberg verfolgten nicht nur aufmerksam den Bericht des Gemeindechefs, sondern bezogen sich mit ihren Fragen teilweise auch auf dessen Ausführungen.

Verkehr und Parken

Den Anfang machte Josef Grüner. Er monierte, dass der Gehweg an der Sittenbacher Straße (Kirchweg) in Unterweikertshofen Bodenwellen aufweise und allgemein in schlechtem Zustand sei. Dies werde im Rahmen eines Bebauungsplans bereits geprüft, erklärte der Gemeindechef. Grüner fand auch, dass manche Straßen in Guggenberg-West speziell an den Ausfahrten zur Staatsstraße unübersichtlich sind. „Man sieht die Radfahrer nicht“, meinte er und fragte daher nach einem Verkehrsspiegel. Das will sich die Verwaltung aber erst anschauen und die Anbringung eines Spiegels als Punkt für die anstehende Verkehrsschau aufnehmen.

Uschi Horsten sprach das Thema des unbefestigten Feldwegs zwischen Unterweikertshofen und Guggenberg an. Der Verkehr auf dieser nicht befestigten Straße sei sehr hoch – gerade durch Fahrzeuge diverser Paketzusteller. „Wenn dieser Feldweg als öffentliche Straße ausgewiesen ist, ist dann auch eine Wegbefestigung in Planung?“, wollte sie wegen der vielen Schlaglöcher wissen und regte an, den Feldweg eventuell sogar sperren zu lassen. Der Bürgermeister will den Status dieses Weges prüfen lassen.

Ernst Suppmair tat seine Meinung zur Tempo-60-Beschilderung der Gemeindestraße zwischen Unterweikertshofen und Langengern kund. Die Strecke sei kurvenreich und unübersichtlich. „Die Schilder sind also mit Recht da, auch wenn sich keiner dran hält. Ich auch nicht“, so Suppmair. Darüber hinaus seien in beiden Fahrtrichtungen Schilder mit dem Hinweis auf eine Baustellen-Ausfahrt anzubringen. Derzeit existiere nur ein Schild aus Richtung Langengern kommend. Das soll nun nachträglich aufgestellt werden.

Allgemein ergab sich danach eine Diskussion zu Geschwindigkeitsbeschränkungen an Kindergärten. Christian Blatt wies jedoch darauf hin, die Unterscheidung von gemeindlichen und Staatsstraßen zu bedenken. Staatsstraßen obliegen einer anderen Beschränkungsregelung. Deswegen könne nicht ohne weiteres eine Temporeduzierung durchgesetzt werden.

Zur Frage von Regina Samaga nach weiteren Parkplätzen am S-Bahnhof Erdweg gibt es laut Gemeindechef ebenfalls Gespräche. Alles hänge jedoch an der Verfügbarkeit von Grundstücken.

Bürgerfest

Heidi Grünerbel erkundigte sich nach einem alternativen Termin für das Bürgerfest. Begründung: Zu viele Feste auf einmal. „Eine Woche später ist ja schon wieder das Sommerfest des Pfarrverbands Erdweg. Warum kann man den Termin nicht variabel halten?“, so Grünerbel. Christian Blatt entgegnete, dass es sich hierbei bewusst um einen festen Termin handele, der in Abstimmung mit den Vereinen beschlossen wurde, um eine gewisse Planungssicherheit beizubehalten. „Welcher Termin außerhalb der Pfingstferien und vor dem Hawaiifest bleibt denn noch?, fragte Blatt seinerseits.

Containerplatz

Unmut gab es wieder einmal über die Situation am Wertstoffhof Guggenberg. Als besondere Gefahrenstelle sah Josef Lechner den Anhänger-Containerplatz an der Straße. Wegen des begrenzten Platzangebotes auf dem Gelände des Wertstoffhofs seien die Containerabholer- und -Lieferanten nämlich gezwungen, die Abkopplung direkt an der Straße vorzunehmen. Der Bürgermeister gab einmal mehr zu bedenken, dass der Containerhof dem Landkreis gehöre, man jedoch schon seit längerem ein geeigneteres Grundstück für den Wertstoffhof suche. Ziel sei es, einen Durchfahrtscontainerplatz zu installieren. Bislang seien die Bemühungen an einer Grundstücksverfügbarkeit gescheitert. Die benötigte Fläche von rund 4000 Quadratmetern sei nicht einfach zu finden.

Gemeindechronik

Andreas Suppmair erkundigte sich nach dem Stand der planten Gemeindechronik. Christian Blatt erklärte, dass der Einsendeschluss für die Beiträge bereits abgelaufen ist und nun die Unterlagen gesichtet werden. Allerdings sei keine allgemeine Abstimmung mit allen Beteiligten hinsichtlich des Layouts geplant. Vereine, die bislang noch keine Berichte oder Dokumente eingereicht haben, würden nochmals angeschrieben. Ziel der Gemeinde sei es, im Jahr 2021 in Druck zu gehen.

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