Bürgerversammlung Unterweikertshofen

Aufregung um Strabs hat sich etwas gelegt

Auf großes Interesse stieß die erste Bürgerversammlung für dieGemeinde Erdweg inUnterweikertshofen.Das leidige Thema Strabs wurde dabei erst gegen Ende zur Sprache gebracht – sehr zur Verwunderung von Bürgermeister Christian Blatt.

Von Sabine Schäfer

Unterweikertshofen – Nahezu 60 Interessierte aus Unterweikertshofen, Guggenberg und Langengern waren am Donnerstagabend ins Haus der Dorfgemeinschaft gekommen. Nach vielen Themen sprach Georg Wohlleben aus Langengern aber erst gegen Ende die Straßenausbaubeitragssatzung an. Immerhin waren die Anlieger der Römerstraße in Langengern die ersten in der Gemeinde Erdweg, die für den Ausbau der Straße zahlen mussten.

Bürgermeister Christian Blatt hatte es hier jedoch mit weit weniger aufgeregten Bürgern zu tun, als noch im vergangenen Jahr, wohl, weil er mittlerweile die Sachlage nach dem Beschluss der CSU-Landtagsfraktion des öfteren kommuniziert hatte. „Im besten Fall zahlt die Gemeinde Ihr Geld zurück, im schlechtesten bleibt es wie es ist. Ein Dazwischen wird es nicht geben“, so der Gemeindechef. Der politische Wille ändere aber nichts an der aktuellen Rechtslage. „Ich hätte die Versendung der Bescheide am liebsten ausgesetzt, aber ich komme nicht drumherum. Ich darf auch nicht das Zahlungsziel verlängern. Damit würde ich mich strafbar machen“, betonte Blatt auch. Er zeigte sich aber froh, dass das Problem endlich angegangen wird, selbst wenn das für die Gemeinden finanziell schwierig werde. „Dann kann ich als Kommune eben nur alle fünf Jahre eine Straße bauen“, erklärte der Bürgermeister. „Wir fühlen uns halt betrogen, weil 95 Prozent anderer Verkehr auf dieser Straße fährt“, meinte Josef Pröbstl. Das seien genau die Schwachpunkte der ohnehin ungerechten Strabs, betonte Blatt und riet, die jeweiligen Abgeordneten anzuschreiben, „damit Ihr mehr Gehör findet“.

Ralf Egerland wollte wissen, ob es eine Anfrage gibt für ein Gewerbegebiet westlich der Heckenstraße in Unterweikertshofen. Christian Blatt bejahte dies. es habe sich jedoch nach Gesprächen etwas anderes ergeben. Er stellte zudem klar, dass ein Gewerbegebiet beileibe nicht immer etwas mit Industrie oder einer großen Fläche zu tun haben müsse. Die Gemeinde denke eher an kleine Gewerbeflächen oder Mischgebiete, die dezentral und gut angebunden liegen, damit nicht viel Verkehr verursacht wird.

Hannes Riedmair beklagte, dass es keine vernünftige Regelung bei der Instandhaltung der Feldwege gebe und verwies auf Kleinberghofen: „Dort ist alles prima in Schuss.“ Christían Blatt verdeutlichte jedoch, dass auf Flurbereinigungswege, die auch als Geh- und Radwege genutzt werden, wie der von Kleinberghofen nach Eisenhofen, immer vermehrt ein Augenmerk gelegt werde.. Die Landwirte sollten sich jedoch bei der Gemeinde melden, wo sie erhöhten Bedarf an Reparaturen sehen.

Otto Reiner bemängelte den „schlechtesten Containerplatz im Landkreis“, ein Problem, das jedes Jahr thematisiert wird und „wegen dem uns das Landratsamt immer auf den Fuß steigt“, so Blatt. Die Gemeinde müsse eine Fläche zur Verfügung stellen, und dann gehe es sicherlich ganz schnell mit einem neuen Platz. Aber die Fläche habe man eben nicht.

Ernst Suppmair fragte nach einem Verkehrsspiegel für Langengern. Hier stellte Blatt fest, dass nur ein Standort Sinn mache. „Aber da dürfen wir nichts machen.“ Der betreffende Grundstücksbesitzer lasse dort auch kein Buswartehäuschen zu. „Das ist fertig, aber ich weiß nicht, wohin damit“, erklärte Blatt.

Suppmair lobte außerdem den Gemeinderatsbeschluss, im Haus der Dorfgeneinschaft doch keine Wohnung einzurichten und fragte nach, ob auch Christian Blatt Ortsbegehungen mache, wie früher Georg Osterauer. Das werde bei speziellen Themen sicherlich der Fall sein, antwortete der Gemeindechef. Auch Temposys-Geräte für diverse Straßen wurden nachgefragt sowie ein fehlendes Ortsschild an der Heckenstraße von Sittenbach her. Konrad Lechner: „Sonst brettern die Autofahrer weiter so in den Ort hinein.“

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