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Führten ein angeregtes Gespräch: MdL Bernhard Seidenath, Sonja Engel, Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt mit Veronika Eisenhofer als Moderatorin. 

CSU-Frühjahrsempfang im Bürgerhaus

Kinderbetreuung fast in allem gut aufgestellt

Kleinberghofen – Der Bedarf an Kinderbetreuung ist unter anderem wegen des wachsenden Siedlungsdrucks steigend, aber anscheinend nicht der Bedarf an Information dazu. Denn für den CSU-Frühjahrsempfang im Bürgerhaus Kleinberghofen hätte sich Erdwegs CSU-Chef und Bürgermeister Christian Blatt mehr Besuch erwartet.

Im Mittelpunkt des Empfangs stand eine Gesprächsrunde zur Kinderbetreuung in der Gemeinde Erdweg, die von der stellvertretenden CSU-Vorsitzenden und Gemeinderätin Veronika Eisenhofer moderiert wurde. Neben MdL Bernhard Seidenath kamen hier Bürgermeister Christian Blatt sowie Sonja Engel, berufstätige Mutter zweier Kinder aus Großberghofen, zu Wort.

Eines ihrer Kinder besucht den Kindergarten St. Paul in Erdweg, das andere die erste Klasse der Grundschule. In die Mittagsbetreuung will Sonja Engel ihren Sohn nicht geben. Sie findet es schwierig, dass die Kinder ihre Hausaufgaben in einer Gruppe mit 15 anderen Kindern erledigen sollen. Sie findet auch die Einrichtung an sich nicht ansprechend. Die Mittagsbetreuung wurde vor 24 Jahren von der Volkshochschule Erdweg unter dem Vorsitz von Eva Rehm gegründet. Mittlerweile platzt sie mit 100 Kindern aus allen Nähten. Sie ist in der alten Turnhalle Erdweg untergebracht. „Alles andere als ideal“, wie auch Bürgermeister Christian Blatt findet: Die Umkleideräume werden unter anderem als Betreuungsräume mitgenutzt, ein Container steht im Brunnenhof der Schule.

Zwei Varianten sollen nun im Schulverband diskutiert werden: Die Sanierung der alten Turnhalle und die Überplanung der ehemaligen Hausmeisterwohnung oder ein Neubau.

Eigentlich möchte die Gemeinde neben der Mittagsbetreuung noch ein zweites Angebot nachschulischer Betreuung einrichten: einen Hort. Eine Variante, die auch Sonja Engel gefallen würde, weil dort unter anderem die Ferienbetreuung besser geregelt ist als in einer Ganztagsklasse, die andererseits den Vorteil hat, dass die Kinder dort die Hausaufgaben unter pädagogischer Aufsicht erledigen.

Doch beim Thema Hort wird der Fachkräftemangel offenbar. „Wir kämpfen um jede einzelne Fachkraft“, beteuerte Bernhard Seidenath. Das Problem: Die Bezahlung ist nicht adäquat („Wir haben die Tarifvertragsparten immer ermuntert, höher zu gehen), bezahlbarer Wohnraum fehlt. Hier will die Gemeinde mit kleineren, bezahlbaren Wohnungen und Grundstücken entgegenwirken.

Immer noch gut aufgestellt ist die Gemeinde Erdweg, was die Kindergartenplätze anbelangt. Auf lange Sicht sollen Betreuung, Öffnungszeiten und Gebühren vereinheitlicht werden.

Überbucht sind die beiden Krippen im Kinderhaus St. Martin in Kleinberghofen und im Kinderhaus Welshofen. „Hier werden wir neue Plätze schaffen müssen“, so Bürgermeister Blatt. Dennoch seien „Anmeldungen nach dem Windhundprinzip nicht nötig. „Wir haben in der Regel keine priorisierten Anmeldungen“, so Blatt zu einer Frage von André Ruck.

Die Frage einer weitergehenden Betreuung in den Sommerferien, wie sie sich Sonja Engel wünscht („nicht nur zwei Wochen im September) wird wohl noch einige Zeit ungelöst sein. Christian Blatt: „Ich habe unterschiedlichste Betreuungsansprüche zu bedienen. Aber ich habe die Leiterinnen der Betreuungseinrichtungen gebeten, sich damit auseinanderzusetzen.“

Das Fazit von Veronika Eisenhofer lautete am Ende: „Die Gemeinde hat ganz schön zu tun, allen gerecht zu werden.“ Sabine Schäfer

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