Idyllisch liegt der Weiher am Ortseingang von Eisenhofen. Er soll nachhaltig ökologisch aufgewertet werden.
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Idyllisch liegt der Weiher am Ortseingang von Eisenhofen. Er soll nachhaltig ökologisch aufgewertet werden.

Auch Bischof-Neuhäusler-Straße immer wieder Thema

Bürgerversammlung Eisenhofen: Weiher wird ökologisch aufgewertet

20 Menschen nutzen die Gelegenheit, um bei der Bürgerversammlung in Eisenhofen über Themen zu sprechen, die ihnen auf der Seele liegen. Natürlich war auch ein alter Klassiker unter den Themen.

Eisenhofen - Der Weiher am Ortseingang von Eisenhofen ist nahezu bei jeder Bürgerversammlung dort ein Thema. So auch diesmal im Wirtshaus Eisenhofen, wo neben einigen Gemeinderäten auch rund 20 Interessierte am Gespräch mit dem Bürgermeister teilnahmen. Der Weiher wurde im Jahr 2002 gemeinsam mit einer Studentengruppe aus Weihenstephan zu einer Eissportfläche und einem Storchenbiotop umgestaltet. Hans Hillreiner monierte jedoch, dass das Gewässer wegen des starken Schilfbewuchses als Eisstockfläche kaum mehr geeignet sei. Bürgermeister Christian Blatt erläuterte, dass die Fläche nachhaltig ökologisch aufgewertet werde und ins Ökokonto der Gemeinde Erdweg aufgenommen werden soll. „Aufgrund des Biotop-Status darf die Gemeinde das Schilf derzeit nicht entfernen“, erklärte Blatt.

Josef Arzberger erkundigte sich zum Stand des Kanalbaus in der Bischof-Neuhäusler-Straße. Die Maßnahme, so der Gemeindechef, hänge an zwei Faktoren. Zum einen an der Investitionslage der Gemeinde, zum anderen an einer Absprache mit dem Landratsamt Dachau als Straßenbaulastträger. Der Kanalbau soll allerdings in den nächsten Kalkulationszeitraum der Abwasserbeseitigungs-Maßnahmen eingeplant werden. Arzberger monierte zudem, dass das Geländer der Zeitlbachbrücke in der Bischof-Neuhäusler-Straße defekt sei. Bürgermeister Blatt sicherte eine Überprüfung zu. Jedoch müsse das gemeindliche Bauamt erst feststellen, wer im Grunde für eine Reparatur zuständig ist.

Auch Straßenangelegenheiten wurden vorgebracht. So fand Sabine Ebner, dass auf der Bischof-Neuhäusler-Straße (Ecke Zeitlbachstraße) zu schnell gefahren werde und regte gegebenenfalls für diesen Bereich Tempo 30 an. Hier soll, laut Blatt, demnächst eine Geschwindigkeitsmessanlage aufgestellt werden.

In diesem Zusammenhang hakte Josef Arzberger nach, ob – wie bereits beantragt – der Verkehrsspiegel an der Bischof-Neuhäusler-Straße (am Neuhäusler-Haus) mit einer Heizung ausgestattet werden könne. Im Winter sei der Spiegel zugefroren, was an dieser Stelle eine erhebliche Gefahrensituation darstelle. „Laut Polizei wird von Verkehrsspiegeln sogar abgeraten“, informierte Christian Blatt die Zuhörer über Ergebnisse aus diversen Verkehrsschauen mit der Polizei Dachau. Er sicherte dennoch eine erneute Überprüfung der Situation zu.

Auf Nachfrage von Rudolf Steinböck hinsichtlich der Finanzierung der Maßnahmen zum Ausbau der S-Bahn-Linie A erläuterte Blatt ausführlich die Thematiken, die derzeit mit der DB noch nicht abschließend geklärt wurden, wie etwa die Zuständigkeit der Verkehrssicherungspflichten am Bahnübergang Erdweg. Zudem gebe es noch Nachträge zu den Kreuzungsvereinbarungen, „die voraussichtlich weitere Kosten in dieser Sache nach sich ziehen werden“, so Blatt. Demzufolge gebe es noch keine abschließende Abrechnung.

Sabine Ebner wollte zudem wissen, ob das Grundstück „Schwibinger-Garten“ am Ortseingang demnächst bebaut wird. Blatt verwies auf einen entsprechenden Bebauungsplan und dass dadurch Baurecht bestehe. „Der Grundstückseigentümer kann somit jederzeit mit dem Bau beginnen, falls er sich an die Festsetzungen des Bebauungsplans hält“, betonte Blatt auch.

Rudolf Steinböck wollte wissen, ob bereits alle Grundstücke im Baugebiet „Kiesgrube Eisenhofen“ verkauft wurden. Blatt bestätigte das und erläuterte der Versammlung den geplanten Miet-Wohnungsbau der Gemeinde mit zehn Wohnungen.

Manfred Leitmair wollte noch wissen, ob es aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie einen „Planstopp“ hinsichtlich der Verlegung des Sportgeländes in Erdweg gebe. „Seit dem Jahr 2015/2016 wird intensiv an der strategischen Maßnahme gearbeitet“, stellte Bürgermeister Blatt fest. Im vergangenen Jahr sei diese Maßnahme aber etwas in den Hintergrund getreten. ABINE SCHÄFER

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