Glücklich und zufrieden sind Jakob und Maria Höchtl heute noch. Selbstverständlich gab es auch Geschenke zur Diamantenen Hochzeit. 
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Glücklich und zufrieden sind Jakob und Maria Höchtl heute noch. Selbstverständlich gab es auch Geschenke zur Diamantenen Hochzeit. 

Seit 60 Jahren verheiratet

Diamantene Hochzeit im Hause Höchtl

60 Jahre schon sind Jakob und Maria Höchtl aus Guggenberg verheiratet. Jeder für sich könnte so manche Geschichte aus dem langen Eheleben erzählen. Doch die Schönste ist die der bis heute andauernden Liebe.

Guggenberg – „Es hat einfach gepasst, auch wenn er ganz anders ist als ich“, sagt Maria Höchtl (83) über ihren Jakob (82). Man habe immer zusammengehalten, selbst wenn es schon mal Tiefschläge gab.

Kennengelernt haben sich die beiden beim Tanzen in der Wirtschaft in Eisenhofen. Der fesche junge Mann gefiel Maria gut. Sie stammt aus Guggenberg bei Unterweikertshofen, er aus Eckhofen bei Kleinberghofen. „Ich musste eigentlich nur den Hang zu ihm runterrutschen“, lacht Maria Höchtl.

Relativ zügig hat sich das Paar verlobt und am 20. Mai 1961 standesamtlich und dann kirchlich in der St. Gabinus-Kirche von Unterweikertshofen geheiratet. „Pfarrer Engelbrecht war schon mein Religionslehrer“, erinnert sich Maria Höchtl und daran, dass es anfangs furchtbar geregnet hat am Hochzeitstag. Zum Glück wurde das Brautpaar mit einem VW zur Kirche gefahren. Zum Feiern in Langengern sind die Höchtls mit ihren Gästen dann zu Fuß gegangen.

Das junge Paar war fleißig, hat sich ein Haus in Guggenberg gebaut und drei Töchter großgezogen. Jakob Höchtl arbeitete inzwischen als Kalanderführer bei der damaligen MD-Papierfabrik in Dachau. Die Schichtarbeit ihres Mannes fand Maria Höchtl schwierig. Sogar jeden zweiten Sonntag musste Jakob Höchtl arbeiten. Das ließ Maria Höchtl wenig Gelegenheit, ebenfalls arbeiten zu gehen. Also hat sie Haushalt und Kinder versorgt und gelegentlich beispielsweise im Forst Geld verdient.

Das Tanzen und die Musik haben die Höchtls gepflegt. Schließlich war und ist Jakob Höchtl in der Gegend bekannt und geschätzt mit seiner Volksmusik auf dem Akkordeon. Viele Jahrzehnte hat er in seinem Stammwirtshaus in Langengern nahezu wöchentlich und ohne Noten musiziert, und war auf vielen Geburtstagen und Jubiläen zum „Musikspuin“ eingeladen. In den letzten Jahren hat der begeisterte E-Bike-Fahrer vermehrt bei Senioren-Sängergruppen musiziert.

Die Familie ist auch gern gereist. Einmal pro Jahr durften MD-Mitarbeiter zu Zeiten von Besitzer Heinrich Nikolaus – weitgehend kostenlos – zur Erholung nach Oberstdorf fahren. Aber die Höchtls unternahmen auch Busreisen nach Italien oder Ungarn. In späteren Jahren schlossen sie sich Seniorenausflügen an.

Stolz ist das rüstige Paar auf die Familien ihrer Töchter mit sechs Enkeln und dem 15 Monate alten Urenkelchen Lukas. „Der Zusammenhalt bei uns in der Familie ist so schön“, schwärmt Maria Höchtl und bezieht auch die eigenen Geschwister und die ihres Mannes ein. „Und alle leben in der Nähe.“

Das Diamantene Ehejubiläum wurde coronagerecht im engsten Familienkreis zu Hause gefeiert. Über den Tag verteilt kamen natürlich alle zum Gratulieren vorbei.

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