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Mit so viel Interesse an der Informationsveranstaltung hatte selbst Josef Arzberger (stehend) nicht gerechnet.

Gasthaus Gschwendtner in Eisenhofen

Neuer alter Verein übernimmt das Anwesen

Ein Wirtshaus ist sozialer Treffpunkt, ein Garant für ein aktives Dorfleben. Das soll auch in Eisenhofen so bleiben, wo sich nun ein Verein um den Erhalt der Traditionsgaststätte kümmert. Und der Verein hat jede Menge Mitstreiter.

Von Sabine Schäfer

Eisenhofen – Rund 100 Teilnehmer aus Eisenhofen, Hof und vom Petersberg kamen zur Informationsveranstaltung ins Gasthaus Gschwendtner, das die Gemeinde im vergangenen Jahr unter der Regie von Bürgermeister Georg Osterauer für rund 380 000 Euro samt Grundstück und angrenzenden Saustall erworben hat. „Das ist der größte Erfolg, den wir schon erzielt haben“, zeigte sich der Sprecher der Arbeitsgruppe, Josef Arzberger, glücklich.

Die Arbeitsgruppe stellte an diesem Abend ein Konzept vor, das der Gemeinderat schon gebilligt hat.

Im wesentlichen geht es dabei um einen Pachtvertrag, den die Gemeinde über 30 Jahre zugesichert hat und um eine damit verbundene Instandhaltungspflicht, die die Gemeinde mit jeweils 20 Prozent von jeweiligen Materialkosten bezuschusst.

Um als starker Partner gegenüber der Gemeinde Erdweg auftreten zu können, hat sich die Arbeitsgruppe dafür entschieden, nicht die Genossenschaftsform zu wählen, sondern den ruhenden Verein „Brauchtum und Maibaum“ auf diese Art wiederzubeleben.

Und der Verein hat schon einiges angepackt: Die Terrasse wurde erweitert und soll einmal zu einem gemütlichen Biergarten werden, so Josef Arzberger. Auch der Eingangsbereich ist bereits saniert. Mittelfristig soll im Nebenzimmer ein Kamin abgebrochen, der Speicher als Lagerraum begehbar gemacht werden und das gesamte Anwesen an die Erdgasleitung anzuschließen.

Langfristig muss das Dach gedämmt und vielleicht sogar der Speicher ausgebaut werden. Im Norden des Anwesens ist zudem ein Carport vorgesehen. Der hat gleich zwei Vorteile: Er dient der Lärmdämmung und stellt außerdem eine zusätzliche überdachte Freifläche dar. In Richtung Thorerstraße sollen zusätzlich rund 600 Quadratmeter an Parkfläche hergestellt werden.

Der Saustall oder Stadel soll künftig als Lagerplatz und Archiv für Vereine genutzt werden, berichtete Matthias Schöngruber vom örtlichen Burschenverein. Dazu wird die Fassade zwar renoviert, die Außenansicht aber bleibt erhalten. „Wir werden viel handwerkliche Unterstützung brauchen“, kündigte Schöngruber an. Keine Option ist ein Neubau des Saustalls für Schöngruber, wie ein Zuhörer vorschlug. Das könne der Verein gar nicht finanzieren. „Und es ist ja nicht so, dass da drin jemand lebt“, so Schöngruber.

Finanziell stemmen will der Verein alle Maßnahmen über Mitgliedsbeiträge, eine Wirtshauspacht, mit Zuschüssen und Spenden sowie Einnahmen aus Vermietungen der Räume, listete Finanzexperte Johann Arzberger auf.

Xaver Hachinger drückte in der Diskussion die Befürchtung aus, diverse Maßnahmen könnten am Bestandsschutz scheitern.

Hier versprach zweiter Bürgermeister Christian Blatt allerdings Regelungen bei der Ausarbeitung des Pachtvertrags. Blatt sicherte dem Verein zudem volle Unterstützung der Gemeinde zu. „Eine soziale Begegnungsstätte ist wichtig für den Ortsteil. Und ein solches dorfbildprägendes Wirtshaus bietet dazu ideale Gegebenheiten“, betonte Christian Blatt mit „größtem Respekt für dieses Engagement“.

Viel Engagement erhofft sich Josef Arzberger jetzt auch von der Dorfgemeinschaft selbst, indem sich möglichst viele als Mitglieder aufnehmen lassen. Anträge gibt es bei Josef Arzberger (0 81 38/83 28), Max Scheuböck (0 81 38/16 13) und bei Markus Obermann (0 81 38/66 95 66).

Mitgliederversammlung:

Am Donnerstag, 13. Juli, findet die Mitgliederversammlung des Vereins „Brauchtum und Maibaum Eisenhofen“ mit Neuwahlen statt. Beginn ist um 19 Uhr im Gasthaus Gschwendtner.

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