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Das Gasthaus Gschwendtner will die Dorfgemeinschaft Eisenhofen auf jeden Fall erhalten.

Gasthaus Gschwendtner in Eisenhofen

Dem Wirtshaus wieder Leben einhauchen

Eine Wirtschaft ist Ortsmittelpunkt, Treffpunkt, Ort dörflichen Lebens. Dies soll auch in Eisenhofen so bleiben. Um den Erhalt der örtlichen Gastwirtschaft wollen sich die Gemeinde Erdweg und die Eisenhofener nun selber kümmern.

Eisenhofen – Ende 2016 fällte der Gemeinderat Erdweg nichtöffentlich den Beschluss, das Wirtshaus in Eisenhofen samt Nebengebäuden zu erwerben. Die Dorfgemeinschaft will und soll die „soziale Begegnungsstätte erhalten“, so zweiter Bürgermeister Christian Blatt. Voraussichtlich wird dafür ein eigener Verein oder eine Genossenschaft gegründet.

Ein erster Schritt wurde bei der Jahresversammlung des Vereins Heimatgeschichte Eisenhofen getan. „Das Dorf braucht einen Dorfmittelpunkt, wo Feste stattfinden können, und wir selbst brauchen einen Archivraum für alte Unterlagen, Fotos, Bücher, Zeitschriften und Urkunden“, so Josef Arzberger, Vorsitzender des Vereins Heimatgeschichte Eisenhofen und mittlerweile Sprecher einer Arbeitsgruppe Wirtshaus. Momentan habe der Verein ein bisschen Geld über, ein Polster aus dem erfolgreichen Verkauf der Dorfchronik. Dies wurde aus dem Kassenbericht von Max Scheuböck deutlich. Mit einer Spende für einen Archivraum legitimiere man zudem die Nutzung des Stadls. „Wir dürfen ja auch kein Sparbuchverein sein“, warb Josef Arzberger um Unterstützung für eine Spende an den noch zu gründenden Verein, die Genossenschaft oder an einen Verein, der diese Aufgabe mit übernimmt. Ein solcher Verein sei zuständig für den Unterhalt des Gebäudes und dafür, dass wieder dauerhaft Leben eingehaucht wird. Der Burschenverein war mit 1500 Euro für ein Lager bereits Spenden-Vorreiter. Auf eine gewisse Signalwirkung hofft daher Schriftführer Christian Lau. Schließlich diene das Wirtshaus ja auch dem Zusammenhalt im Dorf.

Die Arbeitsgruppe muss nun innerhalb von zwei Jahren ein Konzept vorlegen, wie sie weiter vorgehen und mit dem Gebäude umgehen will. Und da hat Arzberger schon einiges in petto, wie er gegenüber der Heimatzeitung andeutete. Wirt Josef Attenberger betreffen die derzeitigen Überlegungen erst einmal nicht. Er hat noch einen längerfristigen Vertrag.

Sabine Schäfer

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