Eisenhofen will Dorfwirtshaus unbedingt erhalten

Ein Konzept rund um die Gastwirtschaft

Die Dorfgemeinschaft Eisenhofen setzt alle Hebel in Bewegung, um die örtliche Gastwirtschaft zu retten. Ein Verein soll sogar gegründet werden, der das Gebäude von der Gemeinde pachtet. Jetzt wurde ein Konzept vorgelegt.

Erdweg – Eine große Gruppe von Eisenhofenern hat eine Vision: Sie will die örtliche Gastwirtschaft, die mittlerweile samt Umgriff im Besitz der Gemeinde ist, erhalten. Darüber hat sich die Dorfgemeinschaft auch schon viele Gedanken gemacht (wir haben berichtet). Das Konzept hat sie jetzt dem Gemeinderat Erdweg vorgelegt.

Denn die Gemeinde muss die Wirtschaft und das gegenüberliegende Stadlgebäude einem noch zu gründenden Verein ja erst einmal verpachten. Aus dem Nutzungskonzept der Dorfgemeinschaft geht hervor, dass der Vereinszweck die Förderung der Kultur, die Pflege des traditionellen Brauchtums, die Heimatpflege sowie die Unterstützung der örtlichen Vereine, besonders bei der Jugend- und Seniorenarbeit, ist.

Dies soll verwirklicht werden durch die Erhaltung des zentralen Dorfmittelpunktes mit der Möglichkeit, traditionelle und kulturelle Veranstaltungen auszurichten. In diesem Fall würde ein verkehrsüblich angemessenes Entgelt für die Nutzungsüberlassung entfallen, denn die Dorfgemeinschaft oder ein noch zu gründender Verein übernimmt ja gemeindliche Aufgaben. „Und das verdient vollen Respekt“, so zweiter Bürgermeister Christian Blatt (CSU), der die Sitzung leitete.

Das Nutzungskonzept sah auch der Rest des Gremiums sehr positiv und befürwortete einstimmig, mit den Verantwortlichen einen Pachtvertrag über 30 Jahre zu schließen. Unentgeltlich. Dafür übernimmt der Verein alle Rechte und Pflichten.

Zudem wurde ein Bau-Sachkostenzuschuss in Aussicht gestellt. Diesen Punkt sahen Michael Graf und Helmut Steiner (beide Wählergemeinschaft Unterweikertshofen) allerdings ein wenig kritisch. Der Schulhausverein Unterweikertshofen habe nämlich seinerzeit für die Sanierung des Schulhauses keine Gelder erhalten. Christian Blatt war jedoch der Ansicht, dass dies kein gleichgelagerter Fall sei. Dadurch, dass die Dorfgemeinschaft in Unterweikertshofen mit dem Haus der Dorfgemeinschaft bereits einen sozialen Treffpunkt gehabt habe, wurde die Sanierung des ehemaligen Schulhauses eben nicht bezuschusst. Dies sei ausdrücklich mit dem Schulhausverein vertraglich vereinbart worden.

Manfred Kircher (SPD) plädierte nach der kurzen Diskussion dafür, einen entsprechenden Beschluss zur Verpachtung der Gebäude (Wirtschaft und Stadl gegenüber) zu verabschieden, um den Verantwortlichen rund um Josef Arzberger, der bei der Sitzung mit einigen anderen Interessierten aus Eisenhofen anwesend war, das Startsignal geben zu können. Das Votum war einstimmig. Sabine Schäfer

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