Gastwirt Josef Riedmair ist tot

Trauer um den Herbergsvater

Der Eisenhofener Gastwirt Josef Riedmair ist im Alter von 86 Jahren gestorben.

Eisenhofen – Zusammen mit seiner Frau Maria hat Josef Riedmair über ein Vierteljahrhundert das eigene Gasthaus in Eisenhofen geführt. Er war leidenschaftlicher Landwirt, fürsorglicher Ehemann, liebevoller Vater, Großvater und Urgroßvater. Jetzt schloss Josef Riedmair im Alter von 86 Jahren für immer die Augen. Mehrere hundert Menschen gaben ihm am vergangenen Samstag das letzte Geleit.

Aufgewachsen ist Riedmair mit seinen zwei Geschwistern (Schwester und Bruder) auf dem „Lenzbaur-Hof“ in Guggenberg. Am 18. August 1932 kam er als erstes der drei Kinder zur Welt. Beim Tanz in Eisenhofen lernte er dann seine spätere Ehefrau Maria kennen. Als er 26 Jahre alt war, heiratete er seine Maria. Im vergangenen Mai feierten beide noch zusammen mit der Familie die Diamantene Hochzeit.

Als leidenschaftlicher Landwirt und Gastwirt hatte Josef Riedmair immer viel Arbeit. Dennoch war ihm das Familienleben immer sehr wichtig, und er genoss es, im Kreis seiner Familie zu sein. Aus seiner Ehe gingen vier Töchter hervor. Mittlerweile waren noch sieben Enkel und drei Urenkel dazugekommen. Er liebte es, wenn die Großfamilie zusammenkam, und war stets interessiert an allen Familiengeschehnissen. Besonders viel Freude haben ihm die Enkel und Urenkel gemacht, mit denen er sehr geduldig umging. Er freute sich stets über ihren Besuch und scherzte gerne mit ihnen. Seine Familie beschreibt Josef Riedmair als einen Menschen, der Dinge sehr besonnen regeln konnte. „Er hatte einen trockenen Humor, oft einen schelmischen Kommentar parat und war ein lustiger Mensch“, so beschreiben ihn seine Töchter. Georg Schöngruber, Vorsitzender der der Krieger- und Soldatenkameradschaft Eisenhofen-Hirtlbach, erinnert sich an eine nette Anekdote, die den Humor seines Onkels verdeutlicht: „1974 feiert der Onkel Sepp mit seinem Spezl den Gewinn der Fußball-WM, in dem sie mir zwei Kinderdreirädern durch das Dorf fuhren.“

Josef Riedmair war fleißig und aktiv bis ins hohe Alter. Gerne war er in der Natur unterwegs und fuhr mit seinem alten Bulldog durch die Gegend. Er war vielseitig interessiert an gesellschaftlichen Ereignissen, besonders die Dorfgemeinschaft war ihm wichtig, für die er als Wirt Jahrzehnte lang Herbergsvater war. Riedmair war Mitglied im Veteranenverein, im Obst- und Gartenbauverein und bei der Freiwilligen Feuerwehr Eisenhofen. Gerne hat er kleine und große Reisen unternommen und hat sich außerdem zwölf Jahre als Gemeinderat engagiert.

Seine geliebte Großfamilie ist dankbar, dass sie sich noch im Krankenhaus von ihm verabschieden konnte.  cc

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Freie Fahrt auf der B 471
Die B 471 wird schon am Samstag, 22. September, um 16 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. Das Staatliche Bauamt Freising teilte mit, dass die Bauarbeiten eine Woche …
Freie Fahrt auf der B 471
Dank dem schlechten Fernsehprogramm!
Abtauchen in geheimnisvolle Fantasiewelten, spannende Abenteuer mit Märchenhelden erleben oder ungewöhnliche Schätze in einer alten Rumpelkammer entdecken: Das …
Dank dem schlechten Fernsehprogramm!
Die Nordumfahrung rückt näher
Um Pendlern das Leben zu erleichtern, wird seit Jahren über das Thema Umfahrungen um die Stadt Dachau gestritten. Bei der Nordumfahrung könnte es nun schnell gehen: …
Die Nordumfahrung rückt näher
Nach Unfall: Gemeinde Indersdorf wünscht sich beschrankten Bahnübergang
Die Indersdorfer Gemeinderäte wollen sich dafür stark machen, dass der Bahnübergang an der Gemeindeverbindungsstraße Frauenhofen-Ried beschrankt wird. Das wurde in der …
Nach Unfall: Gemeinde Indersdorf wünscht sich beschrankten Bahnübergang

Kommentare