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Gelöst standen die Schüler der Klassen 9a und 9b bei einem gemeinsamen Schlusslied auf der Bühne. 

Entlassfeier in der Mittelschule Erdweg

Gänsehaut und 33 Zeugnisse

Neun Jahre Schule und etliche Prüfungen liegen hinter ihnen. Entsprechend gelöst durften die neunten Klassen der Mittelschule Erdweg ihre Qualizeugnisse in Empfang nehmen. Die Entlassfeier war fröhlich und melancholisch zugleich. Es flossen sogar Tränen.

Erdweg – 33 junge Damen und Herren absolvierten heuer ihre Qualiprüfungen an der Mittelschule Erdweg. Nur ein Schüler fehlte bei der Entlassfeier, die von einem bunten Programm mit Liedern der Klasse 2b, der 3a und einen Instrumentalstück der siebten Klassen eingerahmt wurde.

Rektor Hans Ulrich Hacker sprach von einer stets besonderen und individuellen Feier – in diesem Jahr auch für ihn, denn es war seine letzte Entlassfeier vor dem Ruhestand.

Der Erdweger Rektor zeigte in seiner Rede die große Chane auf, die sich mit dem erworbenen Bildungsabschluss auftue. Auf dem Arbeitsmarkt würden derzeit händeringend Fachkräfte gesucht. Sollte bei der Arbeitssuche aber mal etwas nicht so laufen, wie man es sich vorgestellt habe, gelte es „bei allem Einsatz und aller Anstrengungen zum Ziel zu gelangen, klaren Kopf zu bewahren und die Kontrolle über sein Handeln zu behalten“. Sich aus dem „Schutzraum Schule“ zu verabschieden, bedeute auch, „die eigene Entscheidungskompetenz erfolgreich zu stärken“, so Hacker. Dabei ermutigte er insbesondere die Mädchen, sich nicht beirren zu lassen „auf eurem erfolgreichen Weg durch die Berufswelt“.

Erdwegs Bürgermeister und zugleich Schulverbandsvorsitzender Christian Blatt meinte, die Schülerinnen und Schüler hätten sich ein Standbein geschaffen für eine Ausbildung oder eine weitere Schule. „Es gilt, die Zukunft mit Lebensfreude und Optimismus, mit Mut und Energie anzugehen.“ Wichtig seien jetzt hohe Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Flexibilität und die Bereitschaft zu Verantwortung. Die Schule habe einen guten Grundstein gelegt. Bisher sei nur ein Etappenziel erreicht. Christian Blatt gab den jungen Absolventen auch mit auf den Weg, auf ihre Stärken zu vertrauen, weiterzulernen, sich neue Kompetenzen anzueignen und den neuen Lebensabschnitt „erhobenen Hauptes“ anzugehen.

Schwabhausens zweiter Bürgermeister Wolfgang Hörl machte in seinem Grußwort deutlich, dass jetzt zwar Freiheit winke, aber auch der Zwang dazukomme, sich entscheiden und Verantwortung übernehmen zu müssen. „Wir brauchen Eure Unbekümmertheit und Energie, die Ihr jetzt mitbringt“, so Hörl.

Die beiden Klassenleiterinnen Johanna Bierler und Sarah Engelmann sprachen von „vielen schönen Momenten, die wir nicht missen wollen“. Sie hätten zu jedem Zeitpunkt an ihre Schüler geglaubt und mit ihnen mitgefiebert, versicherten die beiden jungen Lehrerinnen und auch: „Ihr wart der Grund, warum wir drei Jahre lang mit Freude in die Schule gegangen sind!“

„Ihr könnt stolz auf Euch sein, und wir sind es auch“, betonte die Elternbeiratsvorsitzende Beate Langowski.

Die Powerpoint-Präsentation der beiden Klassenleiterinnen, die Zeugnisausgabe und der Dank der beiden Schülersprecher Katharina Bittner und Fabian Börkey an die Schule und speziell an die beiden Lehrerinnen rührten am Ende nicht nur so manche Schülerin, sondern auch Johanna Bierler und Sarah Engelmann zu Tränen. Es war das Gefühl, das Wolfgang Hörl so beschrieb: „Positive Gänsehaut.“ Sabine Schäfer

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