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Volles Haus: In der Kinderkrippe Welshofen fehlt Platz für 24 Kinder.

Krippe in ehemaligen Vhs-Räumen?

Erdweg sucht nach Unterbringungsmöglichkeiten für zwei Kindergruppen

24 Kinder haben im kommenden Betreuungsjahr keinen Platz in einer Krippe in Erdweg. Deshalb denkt man in der Gemeinde jetzt über eine Alternative nach.

Erdweg – Gut ausgelastet sind die Kindergärten und Krippen in der Gemeinde Erdweg. 74 Anmeldungen gab es für das kommende Betreuungsjahr 2019/2020 in den Kindergärten Welshofen, Kleinberghofen und St. Paul in Erdweg.

Zum Dezember 2019 gibt es noch fünf freie Kindergartenplätze im Kinderhaus Welshofen. Dramatischer sieht es bei den Anmeldezahlen für die Krippen im Kinderhaus Welshofen und Kleinberghofen aus. Hier wurden insgesamt 42 Buben und Mädchen angemeldet. Es gibt aber nur 16 freie Krippenplätze. Zwei Kinder wurden abgelehnt. Dennoch bleibt ein „Überhang“ von 24 Kindern.

Somit werden zwei weitere Krippengruppen benötigt, stellte Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt die derzeitige Lage dar und legte dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung einen Lösungsvorschlag vor. Eine Möglichkeit zur Unterbringung dieser zwei Krippengruppen sieht Blatt in den ehemaligen Räumen der Volkshochschule im Gebäude der Grund- und Mittelschule Erdweg. Dazu müsse er aber erst mit der Schulleitung und den Mitgliedern des Schulverbandes sprechen.

Bürgermeister Christian Blatt: „Es gibt keine andere Lösung“

Die Verwaltung habe alle eigenen Liegenschaften durchforstet. „Es gibt keine andere Lösung“, betonte Blatt. Mögliche Bedenken seitens der Schulleitung wegen entstehenden Lärms oder der Zugangssituation könne er entkräften. Es würde eine zusätzliche Trennwand zum Lärmschutz eingebaut, und es gibt einen eigenen Zugang zu den ehemaligen Vhs-Räumen. „Es gibt also gar keine Berührungspunkte zwischen Schülern und Krippenkindern“, so Christian Blatt.

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Eine Containerlösung würde zwischen 160 000 und 180 000 Euro kosten für die zwei Jahre, bis das geplante Kinderhaus Eisenhofen genutzt werden kann.

Monika Sedlatschek (Freie Wähler Erdweg) fand die Lösung in der Schule „ideal“ und drückte wie Eva Rehm (CSU) die Hoffnung aus, dass Schulleitung und Gemeinde ein Arrangement finden. In diesem Sinne wurde der Bürgermeister auch einstimmig beauftragt, Gespräche zu führen und das Provisorium möglichst umzusetzen.

Auch interessant: Die Krippen, Kindergärten und Schulen, speziell die Gymnasien, der Region werden immer voller. Stadt- und Landkreispolitik bleibt alljährlich nichts anderes übrig als zu reagieren. Prognosezahlen, so beklagte zuletzt der Schulausschuss im Kreistag, seien immer „Makulatur“. Die Frage daher lautete: Warum ist das so?

Sabine Schäfer

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