Thomas Kreis will die Vereine stärken. Foto: kn

Fünf neue Erdweger Gemeinderäte stellen sich vor

Die Entwicklung der Gemeinde liegt ihnen am Herzen

Fünf neue Erdweger Gemeinderäte stellen sich vor: Die Entwicklung der Gemeinde liegt ihnen am Herzen, so ihr Tenor.

Erdweg – Die CSU Erdweg hat bei der Kommunalwahl einen Sitz verloren. Neben Veronika Eisenhofer, seit 2014 im Gemeinderat und stellvertretende Ortsvorsitzende, wird Karl Thätter junior im Gremium sitzen. Der Name ist wahrlich bekannt: Bereits der Vater des 47-jährigen Maurermeisters und Bautechnikers, Karl Thätter senior, war von 1972 bis 1984 und von 1990 bis 1996, also 18 Jahre Gemeinderat, seine Mutter Hedwig von 2002 bis 2014.

Das Wirken der Eltern war Karl Thätter ein Vorbild, doch wollte der Walkertshofener ebenfalls an der Gemeindeentwicklung mitwirken und ließ sich daher auf der CSU-Liste aufstellen. Von Platz fünf wurde er vorgewählt auf Platz zwei.

Karl Thätter ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein Ziel ist es, wie er sagt, ein Gewerbegebiet zu schaffen.

Andreas Höchtl setzt sich für die Natur ein. Foto: kn

Andreas Höchtl war Kandidat Nummer drei und landete auch bei der Wahl auf Platz drei. Der Landwirtschafts-und Pferdewirtschaftsmeister führt seit 2015 mit seiner Frau den landwirtschaftlichen Betrieb (Reitanlage Eckhof) der Eltern weiter. Außerdem sind Höchtl und sein Vater die beiden Jagdpächter in Kleinberghofen.

Andreas Höchtl ist 33 Jahre alt, verheiratet und Vater einer Tochter.

Bereits in der Vergangenheit habe ihm die Zusammenarbeit des Gemeinderats mit dem Bürgermeister gut gefallen. „Da es ein gutes Miteinander zum Wohle der Gemeinde ist, wollte ich mich auch daran beteiligen. Dass ich auf Anhieb in den Gemeinderat gewählt wurde, freut mich sehr. Und wenn ich sehe, wie sich der neue Gemeinderat zusammensetzt, bin ich überzeugt, dass die gute Zusammenarbeit weitergehen wird“, so Höchtl. Als Landwirt und Jäger will er sich sowohl für die Nachhaltigkeit in Sachen Umwelt als auch für die Weiterentwicklung der Gemeinde Erdweg einsetzen.

Der dritte Neuzugang in der CSU-Fraktion ist Thomas Kreis, kaufmännischer Angestellter und „tief verwurzelter Erdweger“, wie er von sich sagt.

Der verheiratete Vater von zwei Töchtern, der seinen Bachelor in Wirtschaft und Management gemacht hat, kommt aus einem in der Gemeinde sehr engagierten Elternhaus. So war seine Mutter Ursula unter anderem 26 Jahre lang Leiterin der örtlichen Nachbarschaftshilfe. Politisches Interesse habe er schon von Jugend an. Deswegen ist der 46-Jährige seit langem beim CSU-Ortsverband Mitglied.

Thomas Kreis will die Vereine stärken. Foto: kn

Der entscheidende Impuls, sich als Gemeinderatskandidat (Platz zwei) aufstellen zu lassen, „war die im Jahr 2017 mit Christian Blatt als 1. Bürgermeister begonnene ganzheitliche, innovative und strukturierte Ausrichtung der Gemeinde“, betont Kreis, und auch, dass er sich auf das Ehrenamt freut.

Er will die Gemeinde als „großes Ganzes“ sehen und hält mögliches Ortsteildenken für nicht produktiv. Besonders gern würde er im Finanz- und Sozialausschuss seinen Beitrag leisten für einen tragfähigen und belastbaren Haushalt mit Spielraum für die Zukunft „mit planbarer, nachhaltiger und ökologischer Siedlungs- und Ortsentwicklung aller Ortsteile und individueller Infrastruktur für alle Altersgruppen. Als „besondere Herzensangelegenheit“ bezeichnet Thomas Kreis „die weitere Stärkung der Vereine und sozialer Organisationen im gemeinschaftlichen Zusammenleben“.

Arlette Amend wird SPD-Mann Manfred Kircher ablösen. Kircher war acht Jahre im Gemeinderat und kandidierte im Herbst auf Platz zwei hinter der 32-jährigen Arlette Amend, die nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen seit Februar 2018 bei der Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersversorgung arbeitet.

Im Oktober 2018 ist Arlette Amend mit ihrem Mann nach Kleinberghofen und sofort in den SPD-Ortsverein gegangen, bei dem sie seit 2019 zweite Vorsitzende ist. Die Mutter einer sieben Wochen alten Tochter hat sich für den Gemeinderat beworben, weil sie noch „Verbesserungspotetial in der Gemeinde“ sieht. Ihr sei es vor allem wichtig, dass kein Bürger zu kurz kommt. Arlette Amend schweben ein besserer Ausbau des Nahverkehrs vor, die Förderung der Nachbarschaftshilfe oder der Ausbau der Gehwege, damit auch Menschen mit Behinderungen und Eltern mit Kinderwagen sich vernünftig fortbewegen können“, erklärt Amend.

Arlette Amend will mehr Bürgernähe. Foto: kn

Sie möchte sich zudem für mehr Bürgernähe des Gremiums einsetzen und verspricht, „dass ich stets ein offenes Ohr für die Ideen, aber auch Sorgen der Bürgerinnen und Bürger habe und mich dafür einsetzen werde, diese auch – soweit es mir möglich ist – umgesetzt bzw. gehört werden. Hierzu gehöre ihrer Meinung nach der vermehrte Einsatz sozialer Medien. Sie habe vor, „über die Arbeit des Gemeinderates per Newsletter (Interessierte bitte bei arletteamend@gmail.com Bescheid geben) und per Instagram und Facebook zu berichten, damit die Bürgerinnen und Bürger wissen, was im Gemeinderat passiert. Ich stehe für eine transparente und nachvollziehbare Kommunalpolitik“, erklärt Amend.

Drei statt bisher vier Sitze stellen nun die Freien Wähler Erdweg. Neben Otmar Parsche, bisheriger Stellvertreter von Bürgermeister Christian Blatt (CSU) ist weiterhin Matthias Osterauer im Gremium. Dritter im Bunde ist der Architekt und Energieberater Ralph Bibinger aus Guggenberg. Osterauer und Bibinger sitzen gemeinsam im Arbeitskreis Umwelt und Energie. Das ist neben Bauangelegenheiten Bibingers Spezialgebiet. Immerhin hat der 56-jährige Vater von drei Buben auch einen Lehrauftrag „Energieberechnung“ an der Fachhochschule Augsburg.

Ralph Bibinger zieht für die Freien Wähler Erdweg ein. kn

Schon lange engagiert sich Ralph Bibinger bei den Freien Wählern – zunächst in Odelzhausen sowie im Kreisverband, seit seinem Umzug nach Erdweg eben hier.

Überrascht war er über seinen Sprung von Platz sechs auf der Liste auf Platz drei und damit über sein neues Mandat. „Es ist eine tolle Herausforderung“, findet Bibinger, jetzt in der Zeit, da ein gutes Klima im Gemeinderat herrscht und in Zeiten von Corona, wo sich so viel ändere.

Ihm liegt eine zentrale Energieversorgung für Erdweg am Herzen und dass man das Einzugsgebiet München auch noch für Einheimische verträglich gestalten kann. 

Sabine Schäfer

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