Fleißig gearbeitet wird am Bau des Kinderhauses in Eisenhofen.
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Fleißig gearbeitet wird am Bau des Kinderhauses in Eisenhofen.

Erdweg schafft Provisorien bei Kinderbetreuung

Kreative Lösung für neues Kindergartenjahr in Edweg

Die Anmeldezahlen in den Kinderbetreuungseinrichtungen der Gemeinde Erdweg sprechen eine deutliche Sprache: Es wird langsam eng, was die Kapazitäten angeht. Aber es gibt „kreative Lösungen“.

Erdweg – Nach den (coronakonformen) Anmeldungen für das Krippenjahr 2021/22 ist klar: 38 Buben und Mädchen haben eigentlich keinen Betreuungsplatz, so Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt in der Sitzung am Dienstagabend. Dennoch sollen alle frist- und formgerecht angemeldeten Kinder ein Betreuungsangebot bekommen.

Im Prinzip ist nur dieses eine Kindergartenjahr noch richtig schwierig, denn das zusätzliche Kinderhaus Eisenhofen zeigt gute Baufortschritte und soll Anfang 2022 in Betrieb gehen. Der Baubeginn für ein weiteres Kinderhaus in Walkertshofen (wir haben mehrfach berichtet) steht unmittelbar bevor, es soll etwa Mitte 2022 eröffnet werden. Eine zusätzliche Krippengruppe im Kinderhaus Erdweg steht voraussichtlich ab September 2024 zur Verfügung.

Kurzfristig hat sich die Verwaltung für den Übergangszeitraum bis zum jeweiligen Umzug erneut Übergangslösungen einfallen lassen. Eine Kindergartengruppe kommt zu den bereits bestehenden zwei Krippen-Übergangsgruppen an die Schule Erdweg; eine bereits bestehende Kindergarten-Übergangsgruppe im Turnraum des Kinderhauses Kleinberghofen wird von 22 auf 25 Kinder erweitert; im Turnraum des Kinderhauses Welshofen wird vorübergehend eine zusätzliche Kindergartengruppe installiert. „Der Nachteil ist momentan natürlich, dass in den Kinderhäusern Kleinberghofen und Welshofen der Turnraum fehlt“, so Bürgermeister Blatt. Doch in der warmen Jahreszeit, wo man draußen sein kann, sei das eher zu verkraften.

Fünf neue Vollzeitstellen zu schaffen

Natürlich ziehen die Provisorien auch finanzielle Auswirkungen nach sich, denn die Räume müssen nicht nur hergerichtet, sondern auch möbliert werden. Zudem müssen für die beiden Übergangsgruppen etwa fünf Vollzeitstellen geschaffen werden.

Der Gemeinderat Erdweg folgte am Ende der Detailausführungen den Empfehlungen des vorberatenden Sozialausschusses, die Gruppen einzurichten bzw. zu erweitern. Alles sei im übrigen mit den jeweiligen Elternbeiräten abgesprochen, betonte Christian Blatt.

Der Gemeindechef hatte zudem ein Schema ausgearbeitet, wie die Belegung der neu entstehenden Kinderhäuser einmal aussehen wird. Die klare Botschaft: Von den Gruppen her gesehen sind beide bereits wieder voll. Denn alle Übergangsgruppen werden dann dorthin umziehen: die Erdweger und die Kleinberghofener in das viergruppige Kinderhaus Eisenhofen, die Welshofener Übergangsgruppe und die provisorische Kinderkrippengruppe im Bürgerhaus ins neue Haus nach Walkertshofen.

In der Zukunft, so Blatt, sehe er allerdings keine großen Probleme, wenn man sich an einem moderaten Wachstum der Gemeinde orientiert.

sas

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