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Weil die Container für Asylbewerber (Symbolbild) in Erdweg in die Jahre gekommen sind, sollen sie nun durch sogenannte Wohnmodule in Holzbauweise ersetzt werden.

Landkreis baut Wohnmodule in Holzbauweise

Erdweg: „Menschenunwürdige“Asyl-Containerkommen weg

Die beiden Container für Asylbewerber an der Arnbacher Straße in Erdweg sollen ersetzt werden durch Wohnmodule in Holzbauweise. Darauf einigte sich der Gemeinderat einstimmig.

Die Genehmigung für die bestehenden Metall-Container, die nur zur Überbrückung gedacht waren, wäre in etwa zwei Jahren ohnehin ausgelaufen. Zudem sei der Zustand der Container nicht mehr in Ordnung, so Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt. Ganz nach dem Vorbild der Holzständer-Systembauten in Karlsfeld soll es nun zwei Gebäude mit insgesamt 16 Wohneinheiten (E+1) geben. Zwölf Wohneinheiten können dabei von vier bis sechs Personen belegt werden. Die restlichen Wohneinheiten sind für Fehlbeleger, also anerkannte Flüchtlinge, die auf dem angespannten Wohnungsmarkt keine Bleibe finden, und für Obdachlose vorgesehen. Auch für diese Gruppe braucht die Gemeinde Erdweg Unterkünfte. Zwei Obdachlose, davon einen aus der Gemeinde Erdweg, habe man schon in Nachbargemeinden unterbringen müssen, erklärte Christian Blatt.

Zudem könnten nun endlich ein Büro und ein Schulungsraum eingerichtet werden. Darüber freute sich in erster Linie Monika Sedlatschek (Freie Wähler) vom Helferkreis Asyl. „Die Wohncontainer sind nicht mehr menschenwürdig.“ Außerdem hätten bisher alle Besprechungen „irgendwo auf dem Gang“ stattgefunden.

Bauherr der Anlage ist die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Dachau. Die Gemeinde mietet die Räumlichkeiten an. Der Grundstückseigentümer hat schon seine Zustimmung signalisiert für die Situierung der neuen Gebäude. Sabine Schäfer

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