Zeugnisvergabe: Dazu gab‘s ein Lied und ein eigenes Bild.
+
Zeugnisvergabe: Dazu gab‘s ein Lied und ein eigenes Bild.

Schulabschluss

Alle Hürden mit viel Humor gemeistert

Die Grund- und Mittelschule Erdweg hat 29 Absolventen verabschiedet - mit viel Lob und vielen Tipps fürs spätere Leben.

Erdweg – Die Liedzeile „Ein Hoch auf das, was uns vereint“ von Andreas Bourani passte perfekt zur Verabschiedung der neunten Klassen an der Schule Erdweg. Denn es gab heuer wegen Corona kaum eine Schule in Bayern, in der man zur Zeugnisverleihung ohne Hygiene- und Abstandsregeln oder Personenbeschränkung auskam.

So auch beim kleinen Festakt, den die Verantwortlichen der Grund- und Mittelschule in das große Pfarrzentrum Erdweg verlegt hatten. Alles fiel ein bisschen kleiner aus, und der obligatorische Schlussgottesdienst wurde diesmal ersetzt durch eine Segnung, die Religionspädagogin Eleonore Pucher vornahm. Sie griff dabei die widrigen Umstände dieses Schuljahres auf, zeigte den 29 Absolventen aber auch, dass sie daran gewachsen seien, Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit erlangt hätten. „Das sind Eigenschaften, die Du ein ganzes Leben lang brauchst.“ Pucher ermunterte dazu, jede Herausforderung anzunehmen und das Beste daraus zu machen.

Rektorin Petra Loibl schien den Bourani-Song „Auf uns“ ebenfalls als Zuspruch und Lob zu nutzen. „Als Schulleiterin, aber auch ganz persönlich freue ich mich riesig, dass Ihr diesen wichtigen Abschnitt Eures Lebens zusammen mit Euren engagierten Lehrkräften besonders in den letzten Monaten so gut und diszipliniert gemeistert habt.“ Die Siebtklässler hatten die Quali-Prüflinge beim Schlussspurt auf Plakaten am Eingang mit eindringlichen Worten unterstützt. „Quali 2020 – rockt die Prüfungen“, konnte man auch noch bei der Feier im Pfarrzentrum lesen. „Und Ihr habt sie gerockt!“, so Loibl. Lohn sei eine solide Zukunftsperspektive.

Mit Blumen und Geschenken verabschiedeten sich vier Schüler namens ihrer Klassenkameraden von den Klassenleitern Barbara Matzgeller (9a) und Leo Cacek (9b).

Die wiesen in ihrer kleinen gemeinsam gehaltenen Rede auf die Schwierigkeiten einer Abschlussprüfung an sich und auf die Corona-Hindernisse im Besonderen hin. Mit dem Goethe-Zitat „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“ zeigten sie auf, dass die Schüler alles gemeistert hätten. „Ihr habt alle Hürden so genommen, wie sie waren und konntet Euch sicher sein, dass Ihr es schafft, weil Ihr in allen Situationen Humor bewiesen habt, wir Euch nicht selten für eure Entspanntheit bewundert haben und Ihr meistens wusstet, wann es Zeit ist, Gas zu geben.“

Die Schüler hätten selbst den Lehrern viel Neues gezeigt, so Matzgeller und Cazek: You-Tube-Videos, Sprüche und eine gewisse Art mit Problemen und Druck umzugehen. „Ihr habt nie aufgegeben“, so die Klassleiter. Durchhaltevermögen, Zuversicht sowie „tolle Menschen um Euch herum“ wünschten die beiden Lehrkräfte auch für die neue Lebensphase.

Zum lang ersehnten Zeugnis gab es für jeden Schüler eine Sonnenblume als kleines Geschenk. Schulverbandsvorsitzender Christian Blatt und sein Stellvertreter Wolfgang Hörl beließen es diesmal bei der Gratulation an die Schülerinnen und Schüler und bei Geschenken für die Jahrgangsbesten. Acht haben eine Eins vor dem Komma geschafft. Darunter sind die beiden Qualibesten des gesamten Landkreises, Julia Suppmair (9b) und Louis Gensch (9a). Sie erzielten punktgleich einen Schnitt von 1,1 und wurden bereits vom Arbeitskreis Schule und Wirtschaft in Dachau geehrt. Julia (16) möchte neben ihrer Ausbildung zur Verkäuferin, die bereits am 3. August beginnt, die Mittlere Reife machen und sich anschließend zur Einzelhandelskauffrau ausbilden lassen. Louis (15) hat bereits eine Lehrstelle als Anlagenmechaniker.

Verabschiedet wurde zudem die langjährige Vorsitzende des Mittelschul-Elternbeirats, Daniela Wilke. Petra Loibl und Claudia Glinski (Kasse) beschrieben sie als sehr engagiert und kreativ. und sie habe „immer die Kinder im Blick gehabt“.

SABINE SCHÄFER

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Zusammenstoß in der Kurve: 19-Jähriger Bergkirchner leicht verletzt
Ein Verkehrsunfall mit zwei leicht Verletzten hat sich am Dienstagabend in Bergkirchen ereignet. Laut Polizei hatte ein Motorradfahrer eine Kurve „stark geschnitten“, …
Zusammenstoß in der Kurve: 19-Jähriger Bergkirchner leicht verletzt
Eine Freundschaft, die weiter wächst
Vor fünf Jahren haben die Landkreise Dachau und Oswiecim/Auschwitz ihre Partnerschaft mit einem Vertrag besiegelt. Ein Grund, daran zu erinnern, wie viel seither …
Eine Freundschaft, die weiter wächst
Im Osten kann es länger dauern
Im Dachauer Osten haben Verkehrsteilnehmer das Problem, dass sie in den kommenden Wochen drei massive Straßenbaumaßnahmen beachten müssen. Die Stadt bittet um …
Im Osten kann es länger dauern

Kommentare