Unwetter in Bayern: Amtliche Warnung vor schweren Gewittern und heftigem Starkregen

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Die Kitas waren zu wegen Corona: In der  Gemeinde Erdweg gibt es jetzt Entscheidungen, was die Kita-Gebühren betrifft.
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Die Kitas waren zu wegen Corona: In der  Gemeinde Erdweg gibt es jetzt Entscheidungen, was die Kita-Gebühren betrifft.

Gemeinderat

Kulanz bei Gebühren für Kinderbetreuung

Die Gemeinde Erdweg zeigt sich bei Kita-Gebühren gegenüber den Eltern kulant. Die Corona-Pandemie hat zu vielen Fragen geführt, was Kita-Gebühren betrifft.

Erdweg – Die Gemeindeverwaltung Erdweg hatte sich in den vergangenen Wochen mit einem Wust an Maßgaben zu Gebühren für Kinderbetreuung während der Corona-Pandemie zu befassen. Die Schulverbandsversammlung musste sich am Mittwochabend ebenfalls durch einen regelrechten Katalog von Beschlüssen kämpfen. Die betreffen alle die Benutzungsgebühren für die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung an der Grund- und Mittelschule Erdweg. Wegen der zwangsweise geschlossenen Schulen fand diese nicht oder nur eingeschränkt statt.

Einig war sich das Gremium, Eltern in dieser besonderen Situation zu entlasten. Die Beschlüsse wurden sehr differenziert, aber jeweils einstimmig für die Monate April bis Juli gefasst. Bis einschließlich März hatte der Schulverband die Gebühren bereits eingezogen.

Relativ klar und übersichtlich war die Regelung für April. Die Schule war komplett zu, die Benutzungsgebühren werden den Eltern erlassen. Der Freistaat Bayern gewährt dem Schulverband für die ausgefallenen Gebühren eine freiwillige Förderung. Für die reguläre Mittagsbetreuung beträgt diese 68 Euro pro Kind und Monat, für die verlängerte Mittagsbetreuung 110 Euro.

Im Mai gab es nur tageweise eine Betreuung für die Schüler der ersten und vierten und für die Gruppe der zweiten und dritten Jahrgangsstufe. Auch hier müssen die Eltern laut Beschluss nichts bezahlen. Den Ausfall trägt der Schulverband. Der Freistaat erstattet nämlich nichts für Monate, in denen die Mittagsbetreuung teilweise oder in vollem Umfang in Anspruch genommen wird.

Kompliziert wird es im Juni. Für die Schüler der ersten und vierten Jahrgangsstufen gab es zwar eine Mittagsbetreuung, jedoch erfolgte die im wöchentlichen Wechsel. Dementsprechend müssen die Eltern auch nur die Hälfte der Gebühren zahlen. Für die Buben und Mädchen der zweiten und dritten Jahrgangsstufe werden die Gebühren komplett erlassen. Hier gab es nur tageweise Betreuung.

Nachdem ab Juli wieder alle Grundschulkinder die Schule besuchen und somit die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung in Anspruch nehmen können, fallen für die Eltern wieder Gebühren an. Aber nur die Hälfte, weil der Schulbesuch immer noch im wöchentlichen Wechsel erfolgt. Der Freistaat schießt nun nichts mehr dazu. Gleiches gilt für die Notbetreuung. Auch hier bekommt der Schulverband keinen Cent. Am Beispiel des Monats Mai ermittelte Kämmerer Markus Treffler die Gebührenhöhe.

33 Kinder haben im Mai die Notbetreuung besucht. Dies würde für den Schulverband insgesamt 2539 Euro Einnahme durch Gebühren bedeuten. Die tatsächlichen Betreuungszeiten waren bei den meisten Kindern jedoch wesentlich geringer als die jeweiligen Buchungszeiten. Wegen dieser geringen Beiträge und des hohen Verwaltungsaufwands bei einer taggenauen Abrechnung werden die Gebühren für die Notbetreuung von April bis Ende Juni komplett erlassen.

Hinzu kommt, dass die Notbetreuung für Kinder von Eltern gedacht war, die in sogenannten systemrelevanten Berufen tätig sind, wie etwa den Pflegeberufen.

Insgesamt wurden von April und 30. Juni zwischen 19 und 33 Kinder in der Schule Erdweg betreut. Wie schon bei den Kitas hat auch der Schulverband den Begriff „systemrelevante Berufe“ und damit den Anspruch auf Betreuung jedoch sehr genau definiert.

Der Gebührenerlass sei gewissermaßen eine Würdigung für die Eltern, die sich in der schweren Zeit für ihre Mitmenschen eingesetzt haben, so Schulverbandsvorsitzender Christian Blatt.

Auch die Leiterin der Schule Erdweg fand lobende Worte. „Hut ab vor diesen Eltern“, so Petra Loibl. Diese hätten sogar teilweise ihre Arbeitspläne umgestellt, damit sie nicht ständig die Notbetreuung in Anspruch nehmen müssen. SABINE SCHÄFER

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