Viele Steinchen ergeben ein Kunstwerk beim Erdweger Mosaik-Projekt.
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Viele Steinchen ergeben ein Kunstwerk beim Erdweger Mosaik-Projekt.

Erdweger beteiligen sich an Mosaikprojekt – Künstlerin Gesa Blaas koordiniert die Aktion

Teilchen für Teilchen zum Kunstwerk

Erdweg – Keine Ausstellungen, keine Musikveranstaltung – in Coronazeiten gibt es kaum Abwechslung. Daher fragte Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt bei der Großberghofenerin Gesa Blaas an, ob sie eine Idee habe, wie man coronakonform ein Projekt mit Bürgern und für die Gemeinschaft entwickeln könne.

Ein entsprechendes Budget stellte der Gemeindechef der Künstlerin mit Atelier in Schwabhausen zur Verfügung. Gesa Blaas ließ sich nicht lange bitten und entwickelte unter schwierigeren Bedingungen als gewohnt ein Bürgerprojekt in Form von Mosaikbildern, die jeder für sich zuhause gestaltet, „um damit Teil eines Ganzen zu werden“, so Blaas.

Denn das mittlerweile dritte Mosaik-Bürgerprojekt in der Gemeinde Erdweg soll am Ende ein großes Bild werden, das – wie schon eines der anderen mit vielen Kunstinteressierten gestalteten Mosaike – am Bahnhof angebracht werden soll. Ein Mosaikbild ziert bereits die Bahnhofsunterführung.

Für das ehrenamtlich geleitete Projekt von Gesa Blaas warb der Gemeindechef auch im Gemeindeblatt. Zudem wurden einige Plakate in Erdweg ausgehängt. Die Anmeldung sollte eigentlich bis 25. April möglich sein. Doch die Resonanz war größer als erwartet. „Es hat keine 14 Tage gedauert, da waren alle 30 Tafeln vergeben. Bereits zehn Minuten, nachdem die Plakate angebracht waren, klingelte das Telefon. Ich habe regelrecht gemerkt, wie ausgehungert jeder nach Gemeinschaft ist. Der Zuspruch ist überwältigend“, freut sich Gesa Blaas.

Und sie sagt ein großes Dankeschön an alle, die mitmachen und sich gemeldet haben. „Ich bin stolz, in einer Gemeinde zu leben, in der die Menschen an erster Stelle stehen. Es ist nicht selbstverständlich, dass solche Projekte ermöglicht und gefördert werden.“ Darüber hinaus gibt es übrigens die Möglichkeit vor allem für Gewerbetreibende, eine Art „Patenschaft“ für das eine oder andere Mosaikbild zu übernehmen.

Mittlerweile sind die Entwurfsbögen ausgeliefert, und entsprechend der Entwürfe erhält jeder dann sein ganz persönliches Kreativpaket für zuhause. Ganz coronakonform natürlich.

Die Kreativkiste offeriert alles, was nötig ist, um ein Mosaik zu gestalten. Neben dem Mosaikmaterial (Fliesenbruch, Glasschmucksteine und die jeweilige Plattennummer) bekommen die Teilnehmer eine Mosaikzange, Leim, Pinsel, Netz und Folie. Das Mosaik wird auf dem Netz, einem Kunststoffgewebe, das als Träger dient, gearbeitet.

Nach Fertigstellung sollen die Werke wieder an Gesa Blaas zurückgegeben werden. Die klebt es dann auf die Trägerplatte und verfugt es. „Die Mosaikplatten sind ein weiterer Beitrag, unseren Bahnhof zu einem Kunstbahnhof werden zu lassen“, sagt Gesa Blaas. Wenn sie hängen, werden sie von Bürgermeister Blatt eingeweiht.

sas

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