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Sie kandidieren für den Gemeinderat: Dr. Joseph Ndogmo, Petr a Lutz, Julian Kolbinger; hinten v.l.: Reinhard Wegmann, Hubert Kolbinger, Herbert Riepl, Helmut Bayer, Georg Bramberger, Peter Bramberger und Josef Schmid junior; nicht auf dem Bild ist Johann Riepl. 

Freie Wählergruppe präsentiert Kandidaten

Welshofen präsentiert seine Liste

Sie ist die erste der acht Gruppierungen im Gemeinderat Erdweg, die ihre Kandidatenliste aufgestellt hat. An die Spitze hat die Freie Wählergruppe Welshofen am Montagabend den schon amtierenden Gemeinderat Dr. Joseph Ndogmo gesetzt.

Sieben Personen wollte Versammlungsleiter Georg Bichler, früher selbst Gemeinderat, mindestens auf die Liste bringen. „Zehn wie 2014 wäre ein Traumergebnis“, so Bichler. Möglichst viele Leute auf der Liste bedeute, dass die Welshofer mit einem Kreuzchen auch maximal 20 Stimmen erzielen können.

Am Ende waren es 19 Interessierte, darunter nur eine Frau, die nach und nach in den Pfarrhof Welshofen zur Nominierungsversammlung kamen. „Man kann halt keinen hertragen“, bedauerte Bichler, hatte aber mit Hans Riepl, der an der Versammlung nicht teilnahm, einen 20. Interessierten in der Hinterhand.

Rund 200 Einladungen hatte Dr. Joseph Ndogmo persönlich in die Briefkästen der Orte Welshofen mit Bogenried, Altstetten, Oberhandenzhofen und Oberhandenzhofen-Mühle eingeworfen. Am Ende blieben zehn Kandidaten übrig plus ein Ersatzmann.

Dass der aus Kamerun stammende akademische Oberrat am Lehrstuhl für Metallbau der Technischen Universität München wieder antreten würde, war kein Geheimnis. Ndogmo lebt seit 2012 in Welshofen. 2017 hatte er sich zusammen mit Christian Blatt (CSU) und Rolf Blaas (Freie Wähler) um den Bürgermeistersessel in Erdweg beworben, war aber mit immerhin 32,4 Prozent Christian Blatt unterlegen. „Wenn ich auf die Liste gehe, werde ich vielleicht Stimmen anziehen“, hofft Ndogmo.

Die Motivation der Welshofener ist aber, auf alle Fälle zwei in den nächsten Gemeinderat hineinzubekommen. Großes Interesse, auf die vorderen Plätze zu kommen, zeigte auch Julian Kolbinger. Der 20-Jährige sieht „kein Problem damit, für dieses Amt Zeit zu investieren“. Es sei wichtig, Junge ins Gremium zu bringen, meinte er. Ebenfalls vorn wollte Hans Riepl kandidieren, wusste Georg Bichler.

Für die ersten drei Plätze wurde daher geheim gewählt. Die übrigen sieben Kandidaten, die sich vorab auf „Lieblingsplätze“ setzen ließen, wurden im Block gewählt. Abgestimmt wurde zudem, wie die Liste aussehen soll: mit Dreifach-Nennung der ersten drei Kandidaten, nach hinten abnehmend, oder aber mit Zweifach-Nennung aller Kandidaten. Am Ende einigte man sich mit elf Stimmen für die Staffel-Regelung. Helmut Bayer schlug außerdem vor, nach einem Partner für eine Listenverbindung Ausschau zu halten. Sabine Schäfer

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