+
Zu eng und voller Schlaglöcher: Die Bahnhofstraße in Erdweg ist in desolatem Zustand. 

Gemeinderat ist sich einig

Großes Maßnahmenpaket für Erdweger Bahnhofstraße

In desolatem Zustand ist die Bahnhofstraße in Erdweg. Und das nicht erst, seitdem die Bahn die Linie A zur S-Bahn ausgebaut hat. Bald soll damit Schluss sein.

Erdweg - Die Bahnhofstraße ist nicht geteert, zu eng und mit Schlaglöchern übersät. Deswegen hat der Gemeinderat Erdweg jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und ein Aichacher Ingenieurbüro mit einer Planung beauftragt. Außerdem gibt es eine Feinplanung für das Bahnhofsumfeld.

Die Straße soll komplett neu errichtet werden mit zwei Bushaltestellen, aber nur einer Busbucht am Bahnhof. Die bisherige Busbucht wird verschwinden. An der neuen Bushaltestelle soll die Straße dafür so breit gestaltet werden, dass daneben ein weiterer Bus halten kann. In Richtung Juz wird die Fahrbahn wieder verengt auf 4,50 Meter. Die Fahrradständer sollen überdies näher an den Bahnhof situiert werden.

Über eine Einbahnregelung mochte sich das Gremium allerdings noch nicht verständigen. Planer Robert Müller zeigte auf, dass diese Möglichkeit auch später noch in Erwägung gezogen werden kann.

Diskutiert wurde über den Vorschlag, ob es einen regulären Gehweg oder aber einen gemischt-genutzten Gehweg geben soll. Nach nur kurzer Debatte aber war sich der Erdweger Gemeinderat einig, dass es keinen gemischt-genutzten gepflasterten Gehweg geben, sondern einen, der soweit wie möglich behindertengerecht gestaltet werden soll. Vorgesehen ist also eine Bordsteinhöhe von etwa drei Zentimetern Höhe.

Eva Rehm (CSU) sprach sich dafür aus, dass die Grundstückszufahrten der Anlieger auf ein Minimum reduziert werden, um die Gehwege „sicherer“ zu gestalten. Auch solle man auf den MVV einwirken, die Busanfahrtszeiten so zu takten, dass sich die Busse nicht entgegenkommen.

Die Kosten bezifferte das Ingenieurbüro auf rund 700 000 Euro. Allerdings rechnet die Verwaltung mit einem Zuschuss der Regierung von Oberbayern. Auch die Städtebauförderung soll dahingehend „abgeklopft“ werden. Bei der Regierung wird der vorzeitige Baubeginn beantragt. Alle Maßnahmen wurden am Ende einstimmig abgesegnet. Klappt alles nach Wunsch, können im Herbst die Bagger anrücken. Sabine Schäfer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Zwei für eine lebenswerte Gemeinde
Volles Haus im Wirtshaus am Erdweg: Wenige Tage vor der Bürgermeisterwahl strömten über 200 interessierte Zuhörer am Montagabend in den Tafernsaal zur Podiumsdiskussion …
Zwei für eine lebenswerte Gemeinde
Mehr Geld, aber vor allem mehr Personal
Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und der Amper Kliniken AG gestalten sich schwierig. Gestern streikten die Mitarbeiter der Krankenhäuser Dachau und Indersdorf. Sie …
Mehr Geld, aber vor allem mehr Personal
So wollen die Kandidaten umsetzen, was auf ihren Plakaten steht
Vor der Bundestagswahl haben wir uns mal genau angeschaut, was so auf den Wahlplakaten steht. Dabei haben wir für jeden Direktkandidaten einen Spruch ausgewählt, mit dem …
So wollen die Kandidaten umsetzen, was auf ihren Plakaten steht
Die besten Tipps für Jungwähler
Politikexperte Sebastian Scharfe gibt im Interview Tipps für junge Wähler. Denn die sollten unbedingt ihre Stimme abgeben - mit dem Ergebnis müssen sie schließlich am …
Die besten Tipps für Jungwähler

Kommentare