Haushalt der Gemeinde Erdweg

Große Sprünge sind nicht drin

Es ist ein „sehr solider Plan und ein Plan der keine großen Sprünge zulässt“. So umriss Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt den Haushalt für 2018. Ein Planungsjahr, wie er sagte.

Von Sabine Schäfer

Erdweg – In zwei Finanzausschusssitzungen wurde der Haushalt vorbereitet. Das Volumen des Gesamthaushalts mit insgesamt 12,71 Millionen Euro ist im Vergleich zum Vorjahr (14,48 Millionen Euro) erneut gesunken. Der Grund liegt in der schwierigen Ausgangslage: Durch die sehr guten Steuereinnahmen der Gemeinde Erdweg in den vergangenen Jahren, vor allem, was die Gewerbesteuer betrifft, ist die Steuerkraft der Kommune seit 2014 stark angestiegen. Die Folge: Auch die Kreisumlage, mit 30 Prozent einer der größten Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt, hat sich erhöht, die Schlüsselzuweisungen fallen mit 86 000 Euro sehr gering aus, nachdem sie im Haushaltsjahr 2017 auf null reduziert wurden.

Auch die Personalkosten sind von 2,6 Millionen Euro auf 2,85 Millionen Euro angestiegen. Die Personalkosten stellen den zweitgrößten Ausgabeposten dar. Im Stellenplan wurden unter anderem drei neue Planstellen im Kindergartenbereich eingestellt. Hintergrund ist die geplante Erweiterung des Kinderhauses St. Martin Kleinberghofen durch eine zusätzliche Kleinkindergruppe. Außerdem stellt die Verwaltung heuer wieder einen Auszubildenden ein.

Dies stellt die Kommune vor große finanzielle Herausforderungen. Zudem ist ein buchhalterischer Trick erforderlich, damit der Haushalt überhaupt genehmigungsfähig wird. Statt einer Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt musste Kämmerer Markus Treffler den „umgekehrten Weg“ gehen und 388 500 Euro vom Vermögens- in den Verwaltungshaushalt schieben. „Dies hat auch zur Folge, dass wir uns auf die Pflichtaufgaben konzentrieren und auf Maßnahmen, die bereits begonnen wurden und keine freiwilligen Leistungen einsteuern können“, so Bürgermeister Blatt. Außerdem ist eine Darlehensaufnahme in Höhe von 700 000 Euro vorgesehen, allerdings nur, wenn Grundstücksverkäufe nicht in der erhofften Weise abgewickelt werden können.

Heuer werden trotzdem 112 000 Euro in das Feuerwehrwesen investiert, 78 000 Euro an Zuwendungen für Renovierungen an Kirchen und 30 000 Euro für den behindertengerechten Umbau des Eingangsbereichs der Dreifachturnhalle. Außerdem werden verschiedene Maßnahmen abgerechnet, die abgeschlossen wurden oder heuer fertig werden: diverse Gemeindestraßen (Geh- und Radweg Eisenhofen-Hof), die Bahnhofstraße, Maßnahmen der Abwasserbeseitigung (z.B. Kanalbau Guggenberg) und der Breitbandausbau für den Rest der Gemeinde.

Haushalts-, Finanz- und Investitionsplan sowie der Stellenplan wurden ohne große Diskussion abgesegnet.

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