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Die Liste der Freien Wählergemeinschaft Kleinberghofen steht: Dirk Beineke, Alfons Grill, Werner Schmidt, Quirin Rehm, Franziska Stegmair, Günter Sommermann, Johannes Märtl, Reinhard Kreitmair, Christa Kreitmair, Josef Mandl, Günther Katsch und Eva Rehm. Nicht auf dem Bild: Stephanie List.

Kommunalwahl 2020

Rehm kandidiert auf Kleinberghofener Liste

Im zweiten Anlauf hat es dann doch noch geklappt mit einer Kandidatenliste der Freien Wählergemeinschaft Kleinberghofen für die Kommunalwahl im kommenden März.

Kleinberghofen – Die Freie Wählergemeinschaft Kleinberghofen hat 13 Frauen und Männer für die Kommunalwahl am 15. März aufgestellt. Die größte Überraschung auf der Liste ist Eva Rehm, die immer noch für die CSU im Gemeinderat Erdweg sitzt. Rehm war zudem lange Jahre zweite Bürgermeisterin ihrer Gemeinde, bekleidete über einige Jahre auch das Amt der stellvertretenden Landrätin und war CSU-Ortsvorsitzende. Auf der CSU-Liste wollte sie diesmal aber nicht mehr antreten. Nach eigenem Bekunden will sie die Kleinberghofener Liste unterstützen. „Kleinberghofen ist seit 30 Jahren meine Heimat“, so Rehm.

Doch auch ein zweiter Grund war für sie ausschlaggebend, am Donnerstagabend zur Nominierungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft ins Bürgerhaus zu kommen: „Ich habe mich zwischenmenschlich nicht mehr bei der CSU wiedergefunden“, sagte Rehm gegenüber den Dachauer Nachrichten. Kandidieren wollte sie allerdings nur auf dem letzten Platz.

Keine Überraschung ist die erneute Kandidatur von Günter Sommermann. Er ist bereits seit zwölf Jahren im Gemeinderat aktiv.

Ansonsten freute sich der Wahlleiter und frühere Gemeinderat Michael Flamensbeck, unterstützt von der ebenfalls ehemaligen Gemeinderätin Barbara Münch, über den großen Zuspruch, der bereits beim Infoabend nach der missglückten ersten Aufstellungsversammlung spürbar gewesen war (zur Versammlung am 4. Dezember waren gerade einmal vier Kleinberghofer im Bürgerhaus anwesend/wir berichteten). Dort habe man den Interessierten aufgezeigt, dass das Ehrenamt nicht nur mit Arbeit verbunden ist, sondern auch, dass man manche Dinge nur im Gemeinderat erreichen könne. „Demokratie wird auf der kommunalen Ebene gelebt. Die beginnt ganz unten im Gemeinderat“, betonte auch Günter Sommermann.

Tatsächlich hatten daraufhin gleich sechs Interessierte einen Antrag für eine Bewerbung um einen Listenplatz gestellt. Und im Lauf der zweiten Nominierungsversammlung mit 32 Besuchern kamen noch einmal sieben dazu.

Die Aufstellung der Liste an sich leitete Flamensbeck akribisch: „Wir wollen keine Fehler machen, denn die Chance, noch mal eine Aufstellungsversammlung hinzukriegen, ist äußerst gering.“ Letzter Abgabetermin für die Kandidatenlisten in der Gemeinde ist nämlich der 23. Januar.

Die Kandidatenliste:

1. Johannes Mertl, 31 Jahre; 2. Franziska Stegmair, 23 Jahre; 3. Günter Sommermann, 79 Jahre (Mitglied des Gemeinderats Erdweg); 4. Christa Kreitmair, 52 Jahre; 5. Dirk Beineke, 48 Jahre; 6. Josef Mandl, 50 Jahre; 7. Reinhard Kreitmair, 55 Jahre; 8. Stefanie List, 37 Jahre; 9. Quirin Rehm, 38 Jahre; 10. Alfons Grill, 64 Jahre; 11. Werner Schmidt, 75 Jahre; 12. Günther Katsch, 60 Jahre; 13. Eva Rehm, 67 Jahre.

Sabine Schäfer

Nachdem die Kandidaten ihre Wunschplätze geäußert hatten, wurde über die gesamte Liste in einem Block per Handzeichen abgestimmt.

Kommunalwahl 2020 in Bayern: Welche Aufgaben haben Stadtrat und Gemeinderat?

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