Kommunalwahl 2020/Erdweg: Einbußen für die „Großen“

Eva Rehm und Manfred Kircher sind raus

Bis kurz nach 23 Uhr wurde im Rathaus Erdweg ausgezählt, so Bürgermeister Christian Blatt, der sich nochmals bei den Wahlhelfern bedankte.

Erdweg – Bis kurz nach 23 Uhr wurde im Rathaus Erdweg ausgezählt, so Bürgermeister Christian Blatt, der sich nochmals bei den Wahlhelfern bedankte. Er selbst stand ja diesmal nach nur drei Jahren im Amt nicht zur Wahl.

Als „normal“ empfand er es daher auch, dass die großen Parteien in Erdweg, sprich die CSU und die Freien Wähler Erdweg, ohne Bürgermeisterkandidat jeweils einen Sitz eingebüßt haben. „Bei der CSU haben 250 Stimmen gefehlt“, so Christian Blatt. Profitiert davon haben die Freie Wählergruppe Welshofen und ausgerechnet die Freie Wählergemeinschaft Kleinberghofen. Sie hatte – wie berichtet – drei Anläufe gebraucht, bis die fertige Liste im Rathaus landete.

Günter Sommermann hatte hier Kandidatenplatz drei und landete auch auf Platz drei. Die Erstplatzierte auf der Kandidatenliste, Franziska Stegmair, kam hinter Johannes Märtl auf Platz zwei.

Dr. Joseph Ndogmo von der Freien Wählergruppe Welshofen muss nun nicht mehr allein im Gremium sitzen. Helmut Bayer, aktiv in der Gruppe der Windkraftgegner „Unser Buchwald“, schaffte ebenfalls den Einzug ins Erdweger Gremium.

Aus für Eva Rehm: Die langjährige CSU-Gemeinderätin und frühere zweite Bürgermeisterin hatte sich als Listenletzte auf die Kleinberghofener Liste setzen lassen. Von Platz 13 rückte sie immerhin auf Platz acht vor, aber nicht genug für ein neues Mandat.

Häufelkönigin bei der CSU ist die Landwirtin Veronika Eisenhofer. Thomas Kreis wurde von Platz zwei auf vier verwiesen. Karl Thätter rutschte von fünf auf zwei.

Bei den Freien Wählern Eisenhofen hat Matthias Osterauer, Listenplatz drei und Sohn des verstorbenen Bürgermeisters Georg Osterauer, den zweiten Bürgermeister Otmar Parsche von Platz eins auf Platz zwei verdrängt. Neu dazu kommt Ralph Bibinger.

Nicht mehr im Gremium vertreten ist SPD-Mann Manfred Kircher. Für ihn zieht Neubürgerin Arlette Amend nun ein.

So wie die Liste der Überparteilichen Wählergemeinschaft Eisenhofen angelegt war, so wurde auch gewählt: Stefan Göttler vor Dominik Schöngruber und Alexander Winterholler.

Alles neu bei der Wählergemeinschaft Großberghofen, wo Stefan Burghart und Johann Mertl nicht mehr angetreten sind. Der Name Mertl bleibt erhalten: Sohn Johannes schafft hinter Thomas Mair den Sprung ins Gremium.

Mit Nepomuk Graf von zieht ein 27-Jähriger in das Erdweger Gemeindeparlament ein. Er folgt dem bereits amtierenden Gemeinderat Michael Graf.

In Erdweg gab es 4808 Stimmberechtigte. Gewählt haben 3055 Bürger, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 63,5 Prozent. 1,6 Prozent oder 48 Wahlzettel, waren ungültig.

Die Stimmen verteilen sich folgendermaßen: 22,5 Prozent für die CSU, 7,6 Prozent für die SPD, 13,8 Prozent für die Freien Wähler Erdweg, 14,7 für die Überparteiliche Wählergemeinschaft Eisenhofen, 12,3 für die Wählergemeinschaft Großberghofen, 13,3 für die Freie Wählergemeinschaft Kleinberghofen, 7,6 für die Wählergemeinschaft Unterweikertshofen und 8,2 Prozent für die Freie Wählergruppe Welshofen.

Alle Infos und News zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Dachau finden Sie immer aktuell auf unserer großen Themenseite.

sas

Auch interessant

Kommentare