Spektakuläre Wende! UEFA gibt nach: CL-Rückspiel des FC Bayern anders als geplant

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Buntes fürs Gemüt: Die Künstlerin Bali Tollak (links) mit Jugendlichen vom Pferdehof, die gemeinsam die „Seelenbretter“ aufstellten. 
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Buntes fürs Gemüt: Die Künstlerin Bali Tollak (links) mit Jugendlichen vom Pferdehof, die gemeinsam die „Seelenbretter“ aufstellten. 

Kunst im Freien

Bunte „Innehalter“ für die Seele

Die Künstlerin Bali Tollak stellt am Wanderweg zwischen Erdweg und Altomünster besondere Werke aus: bunte Seelenbretter mit Botschaft.

VON MIRIAM KOHR

Erdweg – Über 30 bunt bemalte Holzbretter säumen den Wanderweg zwischen Happach bei Erdweg und Altomünster. Zitate wie „Liebe fragt nicht, Liebe ist“ und „An welchem Weg du auch wartest, das Leben zieht vorüber“ lassen sich auf ihnen lesen. Die Künstlerin Bali Tollak aus Schwabbruck hat diese Bretter gefertigt. Sie nennt sie „Seelenbretter“.

Die bunten Kunstwerke sollen darauf hinweisen, dass die Verstorbenen und die Lebenden nicht wirklich getrennt sind. „Seelenbretter sollen den Betrachter anregen zum Innehalten und Sinnieren, zum Stillwerden in unserer lauten und hektischen Zeit“, beschreibt es die Künstlerin. Durch die bunte Farbgebung, die vielen symbolischen Elemente, die Bibelzitate und die Sprüche von Philosophen, Künstlern und Mystikern laden sie zum Stehenbleiben ein. „Die Seelenbretter stehen in Abständen, sodass der Betrachter in freier Natur ungestört die Kunstwerke – auch in Abständen – betrachten kann“, sagt die Initiatorin der Ausstellung Hannelore Gallin-Ast. Sie ist schon länger mit der Künstlerin befreundet.

Damals im Jahr 2002, als Bali Tollak diese Kunstaktion mit ihrem Lebenspartner und Fotografen Wolfgang Denning begann, wurde sie inspiriert durch Totenbretter in der Oberpfalz und im Bayerischen Wald, die dort als Flurdenkmale von vergangenen Bestattungsriten zurückgeblieben waren. „Meine Seelenbretter sind keine Toten- oder Bahrbretter, kein Verstorbener hat auf den Brettern gelegen, sondern die Seelenbretter verstehen sich als ein „memento mori“ an die Lebenden“, führt Tollak aus.

Mittlerweile hat die Künstlerin über knapp 400 Bretter bemalt oder beschriftet. Diese stellt sie auf der ganzen Welt aus – was heuer nicht möglich ist.

Deshalb hatte ihre Freundin Hannelore Gallin-Ast die Idee, einige Bretter in der Nähe des Hofes Rennpferde Boomerang bei Happach aufzustellen. Dort gibt Tollak auch regelmäßig Kurse und bemalt gemeinsam mit Jugendlichen solche Bretter. So kam es auch, dass Jugendliche dem Künstlerpaar vergangene Woche beim Aufbau der Stelen geholfen haben. Ergänzt wird die Ausstellung von Natur- und Friedensbrettern, die Jugendliche in besagten Kursen gestalteten. Nun sind die bunten Werke dort bis zum Herbst zu sehen. „In ein paar Wochen können wir dann vielleicht auch wieder Termine anbieten, bei denen Friedens- oder Umweltbretter bemalt werden“, kündigt Gallin-Ast an.

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