Material für Erdweger Heimatbuch wird gesichtet

Heimatbuch im „Rohbau“ nahezu fertig

Die Eisenhofener haben es vorgemacht, die Erdweger ziehen mit einem Heimatbuch nach. Vor kurzem war Redaktionsschluss.

Erdweg – Sieben Jahre Arbeit lagen hinter den Hobby-Heimatforschern, bevor die Chronik über Eisenhofen als 500 Seiten starkes Buch herauskam. Seit dem Gemeinderatsbeschluss im Frühjahr 2016, ein Heimatbuch für Erdweg zu erstellen, bis zum Redaktionsschluss sind mittlerweile auch schon drei Jahre vergangen. In dieser Zeit haben sich mehrere Arbeitsgruppen gebildet, auf Themen geeinigt, recherchiert und Texte geschrieben. Dabei haben sich unter anderem Vereine in Wort und Bild vorgestellt, es wird die Entwicklung des Pfarrverbands beschrieben, jeder Ortsteil hat eine Zusammenfassung seiner Chronik abgeliefert, und auch der Landvolkshochschule Petersberg wurden ein paar Seiten gewidmet. Der Umfang war für jede Arbeitsgruppe natürlich begrenzt.

Größtenteils in Kellern, nämlich unter anderem im Archiv der Dachauer Nachrichten und des Rathauses Erdweg, hat sich die Arbeitsgruppe mit Gotthard Dobmeier, Ines Siafakas und Leonhard Münch aufgehalten. Sie hat das Thema „Die politische Gemeinde ab 1972“, also seit dem Jahr der Gründung, bearbeitet. Punkte waren dabei zum Beispiel die Eröffnung des Erdweger Rathauses 1981, die Eröffnung des S-Bahn-Haltestelle 2014, Kunstausstellungen, der Gemeindefriedhof und der Aufbau der Jugendarbeit. Viele Informationen habe man aus Protokollen, den Mitteilungsblättern und dem Archiv von Ludwig Ostermair gezogen.

Der erste Bürgermeister der Gemeinde Erdweg hatte nach dem Abschied aus der Kommunalpolitik ein Archiv im Keller des Rathauses Erdweg angelegt, so Gotthard Dobmeier. „Die Recherche war teils anstrengend, aber wahnsinnig spannend“, betont Dobmeier. Es sei alles in allem sehr interessant gewesen, welche Entscheidungen die jeweiligen Gemeinderäte getroffen haben und wie sich die Gemeinde daraufhin entwickelt hat.

Auch die Zusammensetzung der Gemeinderäte in den verschiedenen Perioden wurde festgehalten. Hier muss die Gruppe aber wohl noch einmal nacharbeiten. Das Heimatbuch soll nämlich voraussichtlich im Jahr 2021 oder 2022 herauskommen. Und auch die Ergebnisse der aktuellen Kommunalwahl sollen festgehalten werden.   

Das gesamte Material wird derzeit gesichtet und überarbeitet, von der Kreisheimatpflegerin Dr. Birgitta Unger-Richter und dem Altomünsterer Historiker Prof. Dr. Wilhelm Liebhart.

Laut Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt wurden 30 000 Euro, verteilt auf drei Haushaltsjahre, eingeplant. Darin eingerechnet seien unter anderem der Druck und die Erstellung. Für das Layout würden momentan Angebote eingeholt, so der Gemeindechef. Am Ende habe man ein umfangreiches Nachschlagewerk in Händen.

sas

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