9 Personen, vorne mit Geschenken in den Händen
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Nicht nur das Zeugnis auch Geschenke gab es für die Besten (v.r.): Noah Aps (Note 1,3), Josefine Mancuso (1,5), Lisa Loderer (1,6), Marko Koledin (1,6) und Benedikt Gammerl (1,8). Wegen Krankheit nicht dabei war Dominik Schloßbauer (1,3). Es gratulierten (hinten v.l.): Mathias Maul, Barbara Matzgeller, Otmar Parsche und Martina Purkhardt. 

Mittelschule Erdweg

Mit Abstand die beste Klasse verabschiedet

Es war ein bunt zusammengewürfelter Haufen, aus dem eine Abschlussklasse wurde. Die Mittelschule Erdweg verabschiedet den „mit Abstand“ besten Jahrgang.

Erdweg – Für Lehrer und Schüler war vor allem das zu Ende gehende, aber auch das Schuljahr davor durch Corona eine große Herausforderung. Dies spiegelte sich auch in allen Reden zur Abschlussfeier der neunten Klasse wieder. Eine Klasse, die es so vorher gar nicht gab: bestehend aus 25 Schülerinnen und Schüler aus den zwei siebten Klassen des Vorjahres sowie etlichen Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen anderen Schulen. „Dementsprechend vielfältig waren auch die Charaktere“, die Klassenleiter Mathias Maul humorig auflistete. Dennoch entstanden neue Freundschaften. Am Ende sei eine Gemeinschaft gestanden, der die Pandemie das Leben schwer gemacht hat: Homeschooling, keine oder verschobene Praktika, keine Ausflüge oder Abschlussfahrten und dazu die Sorge, ob man den Quali unter diesen Bedingungen besteht und einen Beruf findet.

Doch alle haben den Quali geschafft, fast alle haben eine Lehrstelle gefunden oder können auf eine weiterführende Schule gehen. „Ihr habt nicht aufgegeben, trotz all dem Negativen, das auf Euch eingeprasselt ist.“ Auch weil die gegenseitige Unterstützung immer da gewesen sei und jeder Einzelne „große menschliche und charakterliche Stärke bewiesen“ habe, freute sich Maul und drückte seinen Stolz aus, ein bisschen dazu beigetragen zu haben.

Barbara Matzgeller, stellvertretende Schulleiterin, verwies bei diesem steinigen Weg zum Ziel „im Lebensnavi“ auf Eltern, Freunde sowie Lehrerinnen und Lehrer, „die Euch begleitet haben, ein Auge auf Euch hatten und manchmal als Wegweiser in die richtige Richtung fungierten“.

Religionslehrerin Eleonore Pucher gab den Absolventen einen irischen Segen und hatte außer viel Lob und Ermutigungen fürs weitere Leben auch für jeden eine Pfauenfeder als Symbol, wie „Ihr Euch aufgeplustert und mit Euren Talenten präsentiert habt“.

„So schnell wird Euch wohl nichts mehr aus der Ruhe bringen“, schlussfolgerte Erdwegs zweiter Bürgermeister Otmar Parsche. Die zweiter Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Schwabhausen, Martina Purkhardt, ermunterte dazu, interessiert und mutig zu bleiben. „Und hört ab und zu auf Euer Bauchgefühl!“

Die Schülersprecherinnen Angelina Root und Vanessa Matheis beschrieben das Jahr als „neu und unsicher“, konnten dem Homeschooling aber auch einige positive Seiten abgewinnen, die sie unverblümt auflisteten. Die Lacher hatten sie dabei auf ihrer Seite. Auch sie dankten ihren Eltern sowie den Lehrern und Mitarbeitern der Schule mit Geschenken. Das schönste Geschenk folgte auf dem Fuße: die Abschlusszeugnisse für eine „tolle Klasse“ – laut Angelina und Vanessa „mit Abstand die Beste“.

Sabine Schäfer

Das Landkreiswetter

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