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Das geplante Kinderhaus wir ein langer Bau und muss dem Hanggelände angepasst werden.

Neues Kinderhaus in Eisenhofen nimmt Gestalt an - zumindest auf dem Papier

Das Gelände in der Unteren Dorfstraße in Eisenhofen ist schwierig, bietet aber Platz genug für die Planung des neuen Kinderhauses. Und das sieht der Gemeinderat Erdweg als große Chance.

Erdweg – Von allen Seiten hat sich der Gemeinderat Erdweg die Pläne für das geplante Kinderhaus in Eisenhofen angesehen und dem Bauantrag der Gemeinde am Ende selbst einstimmig das Einvernehmen erteilt.

Bei dem vorgesehenen Areal handelt es sich allerdings um ein abfallendes Gelände, so dass der westliche Teil des Untergeschosses quasi aus dem Hang herausschaut. Wird ein Teil des Geländes abgetragen, kann aber sogar ein ganzes Kellergeschoss eingebaut werden, so Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt.

Platz genug bietet der 40 Meter lange und 12 Meter breite Neubau mit allen vorgesehenen förderfähigen Räumen allemal. Hinter dem leicht zurückgesetzten Eingang im Norden kommt man im Anschluss an einen Windfang sofort zum ersten Gruppenraum samt Intensivraum und Garderobe. Von da aus gelangen die Kinder in den zweiten Gruppenraum mit genügend Platz entweder für den Intensiv- oder aber einen Schlafraum. Der dritte Gruppenraum (für eine Krippe) befindet sich vorne im Giebelbereich mit Schlafraum, Bad und Wickelraum. Der Ausgang ist wegen der Hanglage über eine Treppe zu erreichen. Alle Gruppenräume sind etwa 48 Quadratmeter groß. Zentral im Erdgeschoss befindet sich zudem eine Küche mit Essbereich, Toiletten und die Räume für die Kinderhaus-Leitung. Der gesamte Flur mit Treppenhaus und Aufzug dient ebenfalls als Spielbereich. „Alles soll offen und lebendig sein“, so der Gemeindechef.

Im steilen Dachgeschoss können unter anderem noch ein Warteraum für Eltern, ein Personalraum, ein Mehrzweckraum und ein so genannter Snoozle- oder Ruheraum untergebracht werden. Im Untergeschoss mit direktem Ausgang in den Garten bietet sich nicht nur Platz, die Technik, Heizung und Lüftung unterzubringen, sondern auch noch einen vierten förderfähigen Gruppenraum.

Und weil das Gebäude so großzügig geplant werden kann, wird der ebenfalls geplante Kindergarten in Walkertshofen nicht mehr drei-, sondern zweigruppig angelegt, was Blatt wegen der Platzsituation am alten Lehrerhaus als „sehr sinnvoll“ bezeichnete. Bernhard Kellerer (Überparteiliche Wählergemeinschaft Eisenhofen) bezeichnete es ebenfalls als „richtigen Weg, mit einer vierten Gruppe zu planen“.

Wie notwendig dies ist, zeigte Christian Blatt ebenfalls auf. Drei Gruppen im geplanten Kinderhaus sind eigentlich jetzt schon voll: Die zwei Übergangs-Krippengruppen in den Räumen der Grund- und Mittelschule und die provisorische im Bürgerhaus Kleinberghofen sollen nämlich alle einmal in den Neubau umziehen.

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