Pausenverkauf an der Schule Erdweg

Wie bei Emmi wird’s nie mehr

Eine Butterbreze, Wurstsemmel oder ein Süßteil und dazu Kakao – bis vor kurzem hatten die Buben und Mädchen an der Schule Erdweg reichlich Auswahl an Emmis Kiosk in der Aula. Doch Emmi Brychta ist nun im Ruhestand und die Schulverbandsversammlung muss sich Gedanken machen über den Pausenverkauf.

Von Sabine Schäfer

Erdweg – Wie sehr das Thema Eltern und die Schulverbandsversammlung beschäftigt, zeigte sich an der regen Diskussion am Montagabend. Die stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirats, Daniela Wilke, und Daniela Gisser, weiteres Mitglied im Elternbeirat, erhielten sogar Rederecht. Sie berichteten unter anderem, dass sich viele Kinder jetzt morgens beim Bäcker oder Supermarkt versorgen.

Denn Emmi Brychta hat in ihrem Kiosk vor der Schule, in der kleinen und großen Pause und auch zur Mittagszeit verkauft. „Aber so wie die Emmi das gemacht hat, können wir das nicht fortführen“, stellte Schulverbandsvorsitzender, Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt gleich fest. Andererseits sei der Pausenverkauf nur in der großen Pause viel zu wenig. Derzeit kümmert sich eine Aushilfskraft mit einer Wochenarbeitszeit von 11,5 Stunden darum, dass die Grund- und Mittelschüler Essen bekommen. Wobei Rektor Hans Ulrich Hacker seine Beobachtung weitergab, dass es in der großen Pause oft zu einem „Verteilungskampf“ komme, bei dem die Grundschüler oftmals das Nachsehen hätten. Die beiden Vertreterinnen des Elternbeirats plädierten daher dafür, in den Grundschulkassen wieder Vorbestellungen einzuführen.

Die Schulverbandsversammlung hat jedoch erst einmal das grundsätzliche Problem, wie der Pausenverkauf weitergeführt wird: mit Fremdvergabe oder im Eigenbetrieb mit Defiziten, denn Personal aus der Schule müsse auch in den Ferien bezahlt werden, so Christian Blatt. Bei nur etwa 200 Mittelschülern mit Nachmittagsunterricht, der eigentlichen Kundschaft, sei es auf der anderen Seite schwierig, einen Pächter zu finden.

Als nicht realisierbar schätzten Blatt und Hacker aber den Vorschlag des Schwabhauser Schulverbandsmitglieds Sven von Kummer ein, eine Schülerfirma aufzubauen.

Christian Blatt schwebt eine Mischlösung vor, bei der der Schulverband auch ein kleines Defizit hinnehmen könne. Bis zum Ende des Schuljahres will die Versammlung daher die Übergangslösung hinnehmen und die Zeit nutzen, eine geeignete Personalkonstellation zu finden. Blatt will zum Beispiel Damen aus dem Reinigungspersonal ansprechen und hofft, dass eine davon ihre Stundenzahl aufstocken und denVerkauf, auch in der kleinen Pause, mit übernehmen will (einstimmiger Beschluss).

Allerdings werden sich langfristig wohl die Preise ändern, denn „die Gemeinde kann den Pausenverkauf nicht bezuschussen“, erklärte Eva Rehm. „Das sind momentan schon extrem sportliche Preise nach unten“, meinte auch Sven von Kummer. So kostet eine Milchtüte im Einkauf 44 Cent und wird für 50 Cent verkauft. An anderen Schulen sei das Angebot im Pausenverkauf deutlich teurer, betonte Rehm, wollte aber die Preise nicht schon in diesem Schuljahr geändert haben. Bis Ende Juli ist zumindest das sichergestellt.

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