„Ohne Geist Gottes gibt es keine Zukunft“: Geistlicher Rat Josef Mayer während des Dankgottesdienstes. foto: kn

In der Basilika am Petersberg

Geistlicher Rat  Josef Mayer  feiert Priesterjubiläum

Geistlicher Rat Josef Mayer hat sein 30-jähriges Priesterjubiläum in der Basilika Petersberg in aller Bescheidenheit im Rahmen eines festlichen Dankgottesdienstes gefeiert.

Petersberg – Geistlicher Rat Josef Mayer ist bereits seit dem Jahr 2000 Leiter und Direktor der Katholischen Landvolkshochschule Petersberg.

Der Jubilar wurde in Schwabmünchen geboren und konnte am 9. Juli 1989 in Gennach sein erstes heiliges Messopfer, seine Primiz, feiern. Laufen an der Salzach, München-Obersendling, Gilching, eine Stelle als Jugendpfarrer im Landkreis Ebersberg, Diözesanlandjugendpfarrer, Diözesanlandvolkpfarrer und jetzt Landvolkpfarrer für ganz Bayern waren und sind die weiteren Stationen seines segensreichen priesterlichen Wirkens.

Darüber hinaus ist Pfarrer Josef Mayer heute als Caritas-Kuratoriumsvorsitzender, in der Notfallseelsorge, bei der Durchführung von Mediationen, in der Predigt- und Prozessbegleitung sowie in der Trauerarbeit seelsorgerlich tätig.

Musikalisch umrahmt wurde der Dankgottesdienst vom Ensemble „Cantate Dominum“ (Singet dem Herrn) mit Werken von alten Meistern. Die Leitung hatte Albert Förtsch. Pfarrer Josef Mayer dankte zu Beginn des Gottesdienste für „30 geschenkte Priesterjahre“, auch wenn sein Beruf, besonders aber die „Lebensform“ eines Geistlichen in den vergangenen Jahren in der Öffentlichkeit sehr in Kritik geraten sei. Seine Dankbarkeit kam auch in einer von ihm persönlich vorgetragenen Fürbitte zum Ausdruck. „Viele Menschen begleiteten mich auf meinem bisherigen Priesterweg mit ihrem Wohlwollen und mit ihrer Freundschaft. Ich danke allen, die mich durch ihren Rat, ihr Mitgefühl und ihre konstruktive Kritik unterstützt haben – und ich bitte, lass auch sie immer wieder erleben, dass sie angenommen und getragen sind“, so Mayer.

Sein Dank für die jahrelange Treue zum Petersberg galt ferner allen gegenwärtigen und ehemaligen Mitarbeitern, allen, die ihn in seinem priesterlichen Wirken bisher begleitet und unterstützt haben. Als Anerkennung und besondere Wertschätzung lud Mayer alle ehemaligen Mitarbeiter herzlich zu einer gemeinsamen Begegnung mit anschließendem Mittagessen im Tagungshaus Petersberg ein.

Namens der Kirchenverwaltung Petersberg gratulierte Kirchenpfleger Michael Reindl. „Die Kirche von heute und der Zukunft braucht mehr Priester und Seelsorger wie Josef Mayer“, so Michael Reindl.

Das Priesterjubiläum fiel mit dem Caritassonntag zusammen. Irmi Haas vom Caritaszentrum Dachau, zuständig für die Gemeinde-Caritas, zeigte im Rahmen der Predigt die vielfältigen Dienste, Betreuungsangebote, Schwerpunkte und aktuellen Probleme der Caritas-Sozialarbeit auf wie Altersarmut, Wohnungsnot, fehlender bezahlbarer Wohnraum sowie die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich auf und bat um entsprechende finanzielle Unterstützung durch Spenden bei der Herbst-Caritassammlung.

Auf die Frage „Wie schaut die Zukunft der Kirche aus?“ antwortete Pfarrer Josef Mayer: „Für mich ist der synodale Weg ein guter Ansatz. Nur in einer Kirche, in der ,Er’ Freiräume gibt, die mehr Fragen zulässt und sich mit allen Christinnen und Christen, ja letztlich mit allen Menschen auf die Suche nach dem Weg Jesu für unsere Zeit begibt, ist der Geist Gottes wirksam. Und ohne Geist Gottes gibt es keine Zukunft!“  dn

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