Kleine Holzhäuser
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Klein, aber fein: Tiny Houses erfreuen sich immer größerere Beliebtheit.

Gemeinderat Erdweg

Tiny-Häuser in Eisenhofen abgelehnt

Tiny Houses, winzige, aber hoch moderne Häuschen, werden immer beliebter. Einen Antrag, in Eisenhofen welche aufzustellen, lehnte der Erdweger Gemeinderat ab.

Erdweg/Eisenhofen – Tiny-Häuser wird es in der Gemeinde Erdweg nicht geben. Zumindest nicht in den Ortsteilen. Der Gemeinderat lehnte am Dienstagabend die Errichtung dreier solcher Häuser in Eisenhofen einstimmig ab.

Die Tiny-Haus-Bewegung stammt aus Amerika, die das Leben in kleinen bis winzigen Häusern propagiert. Von einem Tiny-Haus spricht man bei einer Wohnfläche von bis zu 45 Quadratmetern.

Bei dem Antrag auf Vorbescheid geht es konkret um den Abbruch eines bestehenden Wohnhauses und den Ersatz-Bau eines Tiny-Hauses. Zwei weitere sollen dann im südlichen Bereich des Baugrundstücks zwischen Bischof-Neuhäusler- und Von-Eck-Straße errichtet werden. Alle Häuser würden zweigeschossig und mit einer Wohnfläche von etwa 55 Quadratmetern geplant.

Das Problem: Im Bebauungsplan ist kein Bauraum ausgewiesen, das heißt, die Gemeinde müsste Baurecht schaffen, wie Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt erläuterte. Das hat auch das Kreisbauamt gefordert.

Auf Nachfrage von Gemeinderat Thomas Kreis (CSU) betonte Blatt, dass es sich tatsächlich um Wohnnutzung und nicht um Ferienhäuser handeln würde.

Zweiter Bürgermeister Otmar Parsche (Freie Wähler Erdweg) betonte in der kurzen Diskussion ganz klar: „Die gehören da nicht hin. Diese Häuser entsprechen nicht der umliegenden Bebauung.“ Außerdem hätte man zu viel Verdichtung, so Parsche. Mit der Ablehnung folgte der Gemeinderat der Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses.

Sabine Schäfer

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