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Ludwig Ostermair ist im Alter von 87 Jahren verstorben. 

Er war der allererste Bürgermeister in Erdweg

Trauer um Gemeindevater Ludwig Ostermair

Ludwig Ostermair war als Vater der Gemeinde Erdweg bekannt. Nun ist er im Alter von 87 Jahren verstorben. Die Gemeinde und seine Familie trauern um einen Menschen, der sich in vielen Bereichen engagiert hat.

Erdweg – Der „Vater der Gemeinde Erdweg“, Altbürgermeister und Ehrenbürger Ludwig Ostermair ist im Alter von 87 Jahren am vergangenem Samstag nach langer Krankheit verstorben. Die gesamte Gemeinde trauert mit der Familie.

Ludwig Ostermair war der 1. Bürgermeister der Gemeinde Erdweg. Mit ihm geht ein verlässlicher, starker und kompetenter Mensch. Ludwig Ostermair hinterlässt seine Frau Anna, drei erwachsene Kinder und Enkel.

Zwar war bereits seit längerer Zeit bekannt, dass es Ludwig Ostermair nicht mehr so gut ging. Dennoch überraschte die traurige Nachricht vom Tod des Altbürgermeisters und Ehrenbürgers viele. „Wir möchten der Familie unsere aufrichtige Anteilname aussprechen und wünschen ihnen viel Kraft“, sagte Bürgermeister Christian Blatt.

Ludwig Ostermair wurde oftmals als Vater der Gemeinde Erdweg bezeichnet, er hat Aufbauarbeit aus dem Nichts geleistet. Von 1958 bis 1966 war er Kassier der ehemaligen Gemeinde Kleinberghofen. 1966 wurde er zum ersten Bürgermeister von Kleinberghofen gewählt und war bis zur Gebietsreform 1972 im Amt. Als die Gemeinde Erdweg am 1. Juli 1972 aus dem Zusammenschluss der ehemals fünf selbstständigen Gemeinden gegründet wurde, wurde Ludwig Ostermair wieder zum 1. Bürgermeister der neuen Gemeinde gewählt. 

Außerdem war er Vorsitzender des Schulverbandes Erdweg und von 1972 bis 1973 Vorsitzender des Zweckverbandes der Wasserversorgungsgruppe Sulzemoos-Arnbach. Rund 12 Jahre lang, von 1972 bis 1984, war Ostermair außerdem Mitglied des Kreisrates.

Auch für den öffentlichen Nahverkehr setzte er sich ein: Ab 1971 übernahm Ostermair den 1. Vorsitz des Interessenverbandes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Bereich der S-Bahnlinie A zwischen Dachau und Altomünster. Er trug dazu bei, dass die Anbindung der Gemeinde verbessert wurde. 1972 wurde die Bahnstrecke nach Altomünster mit Beginn des S-Bahnverkehrs in den Bereich des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes eingegliedert.

Sein großes kommunalpolitisches Wirken hinterlässt Spuren. Der gelernte Maurer hat Aufbauarbeit hat den Bau von Dorf- und Erschließungsstraßen in allen Ortsteilen vorangetrieben, den Kanalbau mit Kläranlage und den Erweiterungsbau der Volksschule Erdweg. Seine weiteren Projekte waren der Anschluss der Orte Eisenhofen, Unterweikertshofen und Welshofen an die Wasserversorgung des Zweckverbandes Sulzemoos-Arnbach, der Bau des Kindergartens in Erdweg und Beschaffungen für alle fünf Feuerwehren im Gemeindebereich Erdweg

1990 beschloss der damalige Gemeinderat einstimmig, dass Ludwig Ostermair zum Ehrenbürger der Gemeinde Erdweg ernannt werden soll. Anlässlich seines 60. Geburtstages wurden ihm die Ehrenbürgerrechte der Gemeinde verliehen.

Aber nicht nur in der Kommunalpolitik war Ludwig Ostermair aktiv. Er war auch Mitglied in vielen Vereinen seines Heimatortes Kleinberghofen. Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählten die Archivarbeiten in der Gemeinde und er verfolgte jedes Fußballspiel vom FC Bayern München. Aber nicht nur der Fußball war sein Hobby, sondern auch das Schießen. 

Ludwig Ostermair war von 1963 bis 1969 erster Gauschützenmeister des Gaus Altomünster und dort ebenfalls seit rund 23 Jahren Ehrenmitglied. „Alles in meinem Leben hat sich einfach ergeben“, sagte Ludwig Ostermair als er 80 Jahre alt wurde.

Die Beisetzung ist heute um 18 Uhr in Kleinberghofen statt. Der Trauergottesdienst mit anschließender Beerdigung ist am morgigen Freitag, 3. November, um 11 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Kleinberghofen. Im Foyer des Rathauses Erdweg liegt im 1. Stock ein Kondolenzbuch aus. Bürger haben dort die Möglichkeit sich einzutragen.  dn

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