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So wie auf dieser Skizze könnte der geplante Bau für den Kindergarten und den Schützenverein Walkertshofen aussehen. 

Neues Schützenheim entsteht

Eichengrün-Schützen fällt Stein vom Herzen

Durchbruch für den Verein Eichengrün Walkertshofen. Nach vielen, teils hitzigen Diskussionen haben sich die Mitglieder auf eine Planung für ein neues Schützenheim geeinigt. Den Beteiligten fällt ein Stein vom Herzen.

Walkertshofen – „Danke, dass wir alle diesen Weg gehen“, freute sich Schützenmeister Josef Perchtold am Ende einer über zweistündigen Jahresversammlung, bei der die Planung für ein neues Schützenheim der wichtigste Tagesordnungspunkt war.

Aktuell dürfen die Eichengrün-Schützen noch die Schießstände im örtlichen Gasthaus Bockschneider benutzen. Doch die Wirtschaft hat ihren regulären Betrieb eingestellt, die Zukunft ist ungewiss. Auch für die Schützen, die bisher nur eine mündliche Zusage des Besitzers haben, dort erst mal weiterschießen zu dürfen.

Deswegen hatte sich die Führungsriege schon im Sommer vergangenen Jahres Gedanken über einen Neubau gemacht. Die Wellen schlugen hoch bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juli, bei der zwei Varianten vorgeschlagen wurden. Bei beiden handelte es sich um unterirdische Bauten im Umgriff des ehemaligen Lehrerhauses. Das Problem: Anstelle des Lehrerhauses sollte ein Neubau mit Sozialwohnungen entstehen. Der Wohnungsbau hier ist jetzt vom Tisch. Wohnungen sollen an anderer Stelle in Walkertshofen gebaut werden, wie Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt erklärte. „Das funktioniert nebeneinander nicht“, so der Gemeindechef.

Statt dessen soll ein ohnehin für Walkertshofen geplanter neuer Kindergarten in Kombination mit einem Schützenheim entstehen. Blatt konkretisierte das von Josef Perchtold vorgetragene Modell anhand einer Vorplanung. Demnach handelt es sich um ein Haus plus leicht versetzten Anbau mit 250 Quadratmetern Nutzfläche für die Schützen und angrenzenden Schießständen. Da das Haus an einem leichten Hang errichtet werden muss, entsteht ein Untergeschoss und ein Erdgeschoss für die Schützen. Darüber wird der Kindergarten eingerichtet. Beide Eingänge werden ebenerdig. Der Ausgang für die Kindergarten-Freiflächen, die auch die Schützen für Veranstaltungen mitnutzen können, wird ebenerdig.

Nach ersten Schätzungen wird das Schützenheim (ohne Kindergarten) zwischen 450 000 und 480  000 Euro kosten. „Unser Verein steht finanziell gut da“, so Kassier Bernhard Schöberl. Zudem habe man die Chance, mit der Gemeinde zusammen etwas zu schaffen. Rund 50 Prozent erwartet man allein an Zuschüssen, unter anderem vom Bayrischen Sportschützenbund und der Gemeinde. Darüber hinaus werden erhebliche Eigenleistungen eingeplant sowie Spenden und „Crowdfunding“ durch verschiedene eigene Aktivitäten. Bei der aktuellen Zinslage sei das Projekt „absolut zu stemmen“, betonte Schöberl.

„Mit dem Bau helft ihr auch, den Dorfmittelpunkt zu gestalten“, hob Bürgermeister Blatt hervor. „Es kann etwas Schönes daraus entstehen. Das sage ich als Bürgermeister und als Schützenmeister.“ Der Zeitfaktor spiele keine große Rolle.

Bezirksschützenmeister Alfred Reiner ermunterte ebenfalls, zuzustimmen. „Ich kann das nur anschieben. Man muss sich als Verein und als Vorstand auch was trauen.“ Nach rund einstündiger Diskussion sagten die 60 Anwesenden schließlich Ja.

Sabine Schäfer

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