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Genau vor und genau hinter dem Fahrer krachten die Bäume auf das Auto.

Buchwald bei Welshofen

Baum stürzt auf Auto - Riesenglück für Fahrer

Riesenglück im Unglück hatte Helmut Fiedler aus Kleinberghofen (Landkreis Dachau). Der 69-Jährige war am Dienstagabend auf dem Weg nach Hause, als gleichzeitig zwei große Bäume auf sein Auto krachten – einer auf die Motorhaube, der zweite auf die Rückbank. Fiedler saß dazwischen – und blieb nahezu unverletzt.

Update vom 11. März um 19.30 Uhr: Der große Dichter Kurt Tucholsky wusste es bereits 1920, denn er schrieb in einem Gedicht: Rechts sind Bäume, links sind Bäume, und dazwischen Zwischenräume. Diese praktische Erfahrung hat 100 Jahre später Helmut Fiedler (69) aus Kleinberghofen gemacht. Als er am Dienstagabend gegen 17.30 Uhr auf der Staatsstraße 2051 nach Hause fahren wollte, krachten gleichzeitig zwei Buchen auf seinen Citroën Berlingo – eine auf die Motorhaube, eine auf die Rückbank. Dazwischen saß der der völlig geschockte und nahezu unversehrte Helmut Fiedler. Es war 17.30 Uhr, als Helmut Fiedler den Besuch bei seinem Sohn in Sulzemoos beendet hatte und heim nach Kleinberghofen wollte. Er nahm die gewohnte Strecke über die St 2051 und fuhr gerade durch den Buchwald zwischen Altstetten und Welshofen. „Auf einmal hat es gekracht“, so der 69-Jährige, „ich weiß nicht, wie das passiert ist“. Er spürte lediglich „leichte Schmerzen im Rücken – etwa so, wie bei einem Muskelkater“, so der Rentner. Allerdings ließ sich die Fahrertür seines völlig demolierten Citroëns nicht mehr öffnen. Wie gut, dass hinter Fiedler ein Bekannter zufällig in gleicher Richtung unterwegs war. „Er hat außen an der Tür gezogen, ich von innen dagegen gedrückt. Dann ging sie auf, und ich konnte aussteigen.“ Großes Glück hatte auch ein weiterer Autofahrer aus Friedberg, der zum Zeitpunkt des Baumsturzes in der Gegenrichtung unterwegs war. Der Mercedes des 58-Jährigen wurde vom Astwerk der Buchen getroffen, wobei das Dach in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Friedberger blieb unverletzt und konnte seine Fahrt fortsetzen, nachdem die Feuerwehren aus Sulzemoos und Welshofen die Bäume von der Fahrbahn geschafft hatten. Bis zum Eintreffen von Polizei und Rettungsdienst wartete Helmut Fiedler im Wagen seines Bekannten. Seinen Humor fand er dabei recht schnell wieder. Bevor ihn der Rettungsdienst zur Untersuchung ins Aichacher Krankenhaus brachte, sprach er noch mit der Polizei. „Der Fahrer nahm es relativ gelassen und meinte: Das waren bestimmt vier Kubikmeter Brennholz“, schreibt die Polizeiinspektion Dachau in ihrer Pressemeldung. Und sie teilt weiter mit, dass zur Unglückszeit starker Wind geherrscht habe, der die Buchen wohl zum Umstürzen gebracht habe. Dieser Ansicht ist auch Förster Franz Knierer, der darauf hinweist, dass es sich bei den Buchen um einen alten Baumbestand handelt. Helmut Fiedler verbrachte die Nacht auf Mittwoch im Aichacher Krankenhaus. „Mir geht es soweit gut“, sagte er gestern und hofft, nach ein paar weiteren Untersuchungen wieder nach Hause zu dürfen. „Mein Sohn hat zu mir gesagt, dann können wir gleich Geburtstag feiern“, so der 69-Jährige in dem Wissen, ganz großes Glück gehabt zu haben.

Erstmeldung: Am Dienstagabend hat sich gegen 17.30 Uhr auf der Staatsstraße 2051 (Buchwald bei Welshofen) ein Verkehrsunfall ereignet. Kurz vor der Abzweigung Altstetten/Welshofen (nahe der Zufahrt zum Windrad) stürzten zwei Bäume auf einen Citroen Berlingo mit Dachauer Kennzeichen. Der Fahrer hatte großes Glück und konnte das Fahrzeug verlassen. Er wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Nach ersten Angaben der Polizei Dachau wurde er „nur“ leicht verletzt. Die alarmierten Feuerwehren aus Sulzemoos und Welshofen sicherten die Unfallstelle ab und rückten den Bäumen mit Motorsägen zu Leibe und machten die Straße wieder frei für den Verkehr. Christian Stangl

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