Entscheidung für Datenbank

Umwelt und Kasse entlasten

Erdweg - Der Klimaschutz liegt auch dem Gemeinderat Erdweg am Herzen. Umso mehr, wenn sich Maßnahmen dann obendrein positiv auf das Gemeindesäckel auswirken.

Matthias Osterauer (Freie Wähler Erdweg), Vorsitzender des Arbeitskreises Energie und Umwelt, ist voll Elan. Dem Gemeinderat stellte er jetzt ein Computerprogramm KEMS vor, mit dem Energiedaten von bis zu zehn gemeindlichen Liegenschaften erfasst und ausgewertet werden können. Ein großer Beitrag zum Klimaschutz könne schließlich durch Energieeffizienzmaßnahmen und durch Reduzierung des Energieverbrauchs bei Gebäuden erzielt werden. Und durch Vergleichsdaten anderer Kommunen. Denn über eine Schnittstelle bestehe Zugriff auf eine Datenbank. KEMS sei daher eine prädestinierte Lösung, so Matthias Osterauer. Die entsprechende Software kostet rund 3000 Euro. Ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung könne diese Datenbank dann weiter pflegen. Eva Rehm (CSU) sah dies jedoch genau wie Helmut Steiner (Wählergemeinschaft Unterweikertshofen) als Problem. Eine solche Datenbank sei sicherlich sinnvoll. Der Aufwand stehe jedoch in keinem Verhältnis dazu. Otmar Parsche (Freie Wähler Erdweg) fand nur positive Aspekte. Dadurch könne die Gemeinde schwerpunktmäßig sehen, wo es Einsparpotenziale gibt. Eventuell müsse das Verwaltungspersonal aufgestockt werden. „Aber wenn das mal läuft, ist es eine Entlastung“, so Otmar Parsche. Am Ende sprach sich das Gremium einstimmig für den Vertrag zur Energiedatenerfassung aus. Ohne Gegenstimme ging auch der Antrag des Arbeitskreises Energie und Umwelt durch, eine Informationsveranstaltung zur Heizungsmodernisierung durchzuführen. Zielgruppe sollen Hausbesitzer sein, die eine Entscheidungshilfe beim Heizungseinbau oder der -modernisierung brauchen. Dabei sollen alle modernen Heizsysteme mit ihren Vor- und Nachteilen umrissen werden. Der etwa zweistündige Infoabend soll Hersteller-neutral gestaltet werden, betonte Vorsitzender Matthias Osterauer. Kosten für den Referenten: rund 430 Euro. Der AK könne beratend mithelfen. 

Sabine Schäfer20

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