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Freudige Gesichter gab es bei der Bürgerehrung in Erdweg. 

Bürgerehrung in Erdweg

Zusammenleben menschlicher gemacht

Erdweg - Zwölf Jahre lang hat die Gemeinde Erdweg keine Auszeichnungen mehr vorgenommen. Jetzt wurde das Ehrenamt mit der Verleihung von Ehrennadeln wieder in den Mittelpunkt gestellt.

Zehn Persönlichkeiten aus der Gemeinde Erdweg wurden seit 1998 mit der Bürgermedaille ausgezeichnet. Drei weitere sind am Tag des Ehrenamts hinzugekommen. Bei einer Feier im Sitzungssaal des Rathauses und einem anschließenden Essen im Tafernsaal des Wirtshauses am Erdweg verlieh Bürgermeister Georg Osterauer Ehrennadeln in Gold und Silber. Der Gemeinderatsbeschluss dafür war einstimmig.

Mit dabei an diesem Abend waren Osterauers Amtsvorgänger, Pfarrer Marek Bula, mehrere Gemeinderäte sowie Vertreter der Vereine, um die sich die drei Persönlichkeiten besonders verdient gemacht haben. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Hirschberg-Musi aus Eisenhofen.

Die Gemeinde wolle mit der Ehrung zum Ausdruck bringen, „wie sehr wir die Arbeit von Menschen schätzen, die mehr tun als ihre Pflicht und dadurch dazu beitragen, unsere Gemeinde, unser Zusammenleben stärker, wärmer und menschlicher zu gestalten. Diese Arbeit ist unbezahlbar“, erklärte Georg Osterauer. Sie sei aber nicht nur Ausdruck von Solidarität und Verantwortungsbewusstsein, sondern auch eine Bereicherung für einen selbst, meinte der Gemeindechef auch.

Die Geehrten wurden nicht nur von Familienmitgliedern begleitet. Auch jeweils ein Vereinsvertreter war mit dabei. Bei Gisela Winter war es Hannelore Zeller vom Förderverein Hutter-Heimatsammlung. Hier hatte sie 1993 den Vorsitz übernommen und prägte 16 Jahre lang als „Ideengeber und Triebfeder vieler gelungener Ausstellungen und Veranstaltungen das Gesicht des Huttermuseums“, so dass es über die Grenzen der Gemeinde hinaus seinen Platz in der Museumslandschaft des Landkreises gefunden habe. Außerdem war Gisela Winter von 1972 bis 1996 Ortsbäuerin von Großberghofen und von 1982 bis 1992 stellvertretende Kreisbäuerin. „Ich hoffe, dass ich alles für die Gemeinde recht gemacht habe“, freute sich Gisela Winter über die Bürgernadel in Gold und eine Ehrenurkunde.

Josef Loibl wurde von Cornelia Finsterer (Schützenverein Kleinberghofen) begleitet. Dort begann Loibl bereits 1961 als Fahnenträger, wechselte 1963 in den Vorstand und war ab 1981 zehn Jahre lang Schützenmeister. In Josef Loibls Amtszeit fiel der Bau des Bürgerhauses Kleinberghofen, an dem er maßgeblich mit 1104 Arbeitsstunden beteiligt war. Loibl brachte sich aber auch aktiv in die Gemeindepolitik ein. Über die Kleinberghofener Liste gehörte er dem Erdweger Gemeinderat von 1978 bis 1990 und noch einmal von 1996 bis 2002 an. Auch er durfte sich über die Ehrennadel in Gold und die Urkunde freuen.

Dritter im Bunde war Peter Strobl, der von Franz X. Paula (GGG) begleitet wurde. Der stand Strobl neun Jahre vor und schuf in dieser Zeit viele bedeutende Einrichtungen für den Ort Großberghofen: das jährliche Theaterspiel, das Starkbierfest, Vereinsausflüge. Er renovierte 1995 die Hutter-Grotte, 1998 das „Heilige Grab“ und kümmerte sich 2002 um einen Brunnen vor dem Museum. Peter Strobl war außerdem von 1990 bis 2008 Gemeinderat, Sportreferent, zweiter Vorsitzender der SpVgg Erdweg, viele Jahre Abteilungsleiter Fußball und brachte sich als sogenannter „Bauleiter“ beim Bau des Vereinsheims ein. Peter Strobl war zudem Gründungsmitglied des Musikvereins Erdweg und drei Jahre dessen Vorsitzender. Als Strobl Urkunde und die Ehrennadel in Silber entgegennahm, meinte er bescheiden: Ich bin nicht der Meinung, dass ich zu diesem Kreis gehöre. Fußball war immer meine Leidenschaft.“

Sabine Schäfer

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